Vorreiter im Kampf gegen Stickoxide

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Vorreiter im Kampf gegen Stickoxide

2002 wurde erstmals eine Kleinserie des Hightech-Sensors produziert, 2007 begann in Regensburg die Serienfertigung mit einer Jahreskapazität von zunächst 250.000 Geräten. Bild: Continental
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Der breiten Öffentlichkeit sind Stickoxide – kurz NOx – erst ein Begriff seit 2015 der Abgasskandal bekannt wurde. Die Experten von Continental beschäftigen sich dagegen schon seit Jahrzehnten mit Technologien zur Reduzierung dieses Schadstoffs. So starteten sie 1998 die Entwicklung eines intelligenten NOx-Messsystems mit integrierter Steuerelektronik, das heute eine zentrale Rolle bei der Verringerung der Stickoxid-Emissionen von Dieselmotoren und Benzindirekteinspritzern spielt.

2002 wurde erstmals eine Kleinserie des Hightech-Sensors produziert, 2007 begann in Regensburg die Serienfertigung mit einer Jahreskapazität von zunächst 250.000 Geräten. Die strengeren Abgasnormen, die vor allem bei Dieselmotoren neue Abgasreinigungs-Technologien wie die selektive katalytische Reduktion (SCR) erforderlich machen, ließen den Absatz in den letzten Jahren rasant wachsen. Jetzt konnte der Standort die Produktion des 35-millionsten Stickoxid-Sensors feiern.

Vierte Generation des Systems

„Wie bei vielen zukunftsweisenden Technologien, die Fahrzeuge umweltfreundlicher, sicherer und komfortabler machen, war Continental beim intelligenten NOx-Sensor ein Vorreiter und ist auf diesem Gebiet technologisch bis heute eine treibende Kraft. Die vierte Generation des Systems steht bereits in den Startlöchern und wird in Kürze in Serie gehen“, freut sich Klaus Hau, Leiter der Business Unit Sensors & Actuators, Division Powertrain.

An dem mit rund 8.000 Beschäftigten größten Automotive-Standort von Continental betreibt der Konzern zwei Entwicklungszentren und sein weltweit größtes Elektronikwerk. Thomas Ebenhöch, Standort- und Werkleiter, Continental Regensburg: „Entwicklung und Produktion sind bei uns seit jeher eng verzahnt und von dem in Regensburg entwickelten Know-how profitieren viele Continental-Standorte rund um den Globus.“ So werde der NOx-Sensor inzwischen auch in Changchun (China), Seguin (Texas) und Trutnov (Tschechien) produziert.

Einsatz bei mehr als 50 Herstellern

Das deutsche Technologieunternehmen ist der führende Hersteller dieses Messsystems, das von mehr als 50 Automobil- und Nutzfahrzeugherstellern in Europa, den USA und Asien eingesetzt wird. Bei der Entwicklung hat Continental von Beginn an mit dem japanischen Unternehmen NGK Insulators zusammengearbeitet, das bis heute das Sensorelement beisteuert. Der intelligente NOx-Sensor war der erste in Serie produzierte Abgassensor, der ein bestimmtes geregeltes Abgas in einer Konzentration von Teilen pro Million (PPM) misst. Zuvor konnten Abgassensoren nur den Sauerstoffüberschuss oder -mangel bezogen auf ein bestimmtes Luft-Kraftstoff-Verhältnis messen. Für das bahnbrechende Produkt erhielt Continental 2010 den renommierten PACE Award.

Das Messsystem beinhaltet einen keramischen NOx-Sensor samt zugehöriger Mikroelektronik und gewährleistet durch die Kommunikation mit der Motorsteuerung des Fahrzeugs eine optimale Einstellung von wichtigen Motorparametern wie der Abgasrückführung, dem Kraftstoff-Luft-Gemisch und der bei SCR-Systemen üblichen Harnstoffeinspritzung. In Verbindung mit der SCR-Abgasnachbehandlung kommt der Continental-Sensor sowohl bei Pkw als auch bei leichten und schweren Nutzfahrzeugen zum Einsatz. Darüber hinaus steuert der Sensor auch die Regenerationszyklen von NOx-Speicherkatalysatoren, die nicht nur in Dieselfahrzeugen, sondern auch bei modernen Benzinmotoren mit Direkteinspritzung eingesetzt werden. (ig)

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