Mehr als nur ein IT-Projekt

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Liebherr setzt auf „Saba Cloud“

Für die Wahl des LMS wurde eine aus Vertretern der involvierten Liebherr-Abteilungen – IT, HR, Sales und Service – bestehende Taskforce gegründet. Bild: Saba
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Es gibt unterschiedliche Motivationen für die Einführung eines Learning Management Systems (LMS) im Unternehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Einführung von E-Learning oder Mobile-Learning, Prozessoptimierungen oder die Notwendigkeit, neue Zielgruppen zu erreichen. So vielfältig die Gründe für die Einführung eines LMS sind, so vielfältig sind auch die damit einhergehenden Herausforderungen. Vor der Planung und Durchführung eines LMS-Projektes müssen verschiedene interne und externe Analysen durchgeführt und zahlreiche Fragen geklärt werden.

Die Firmengruppe Liebherr stand 2009 vor der Herausforderung, technische Trainings möglichst effektiv für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitzustellen. Zudem sollten Zertifizierungen und Lernerfolge einfach nachverfolgt werden können. Besonders in der Sparte Mining stellte die Fortbildung der Mitarbeiter eine enorme Herausforderung dar, da diese auf mehreren Kontinenten verteilt tätig sind – zum Beispiel in Frankreich, Australien, Kanada, Chile und Ghana. Liebherr-Mining nahm diese Problematik zum Anlass, um ein neues LMS einzuführen.

Vom Bergbau ins gesamte Unternehmen

Die Mining-Sparte von Liebherr muss jedes Jahr zahlreiche technischen Schulungen für seine weitverteilte, kulturell diverse Belegschaft durchführen. Zudem müssen Lernerfolge und erlangte Zertifizierungen der Mitarbeiter, Servicetechniker und Kundenbetreuer nachverfolgt werden. Darüber hinaus verfügt Liebherr über einen begrenzten Pool an Ausbildern. Es ist deshalb kaum möglich, an allen Standorten Präsenzkurse abzuhalten – zumal die Einführung neuer Produkte die Herausforderung noch vergrößert. Stationäres Lernen in Präsenzkursen sollte durch die Einführung eines LMS sinnvoll durch E-Learning-Angebote ergänzt werden.

Das neue LMS musste mehrere Anforderungen erfüllen: Man benötigte eine Lösung, die die effektive Durchführung von Trainings ermöglicht und zugleich den kulturellen Hintergrund der Mitarbeiter berücksichtigt. Nach einem intensiven Bewertungsprozess, in den verschiedene interne Stakeholder bei Liebherr involviert wurden, fiel die Wahl schließlich auf die nutzerzentrierte, cloud-basierte Talent-Management-Lösung Saba Cloud, um unternehmensweites Lernmanagement und web-basiertes E-Learning bereitzustellen. Mit Saba Cloud kann Liebherr seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern und motivieren. Nach einer ersten Testphase und der Einführung im Mining-Bereich wurde Saba Cloud im Jahre 2016 unternehmensweit auf die insgesamt elf Unternehmenssparten der Firmengruppe Liebherr in acht Sprachen ausgeweitet. Innerhalb von 16 Wochen hat Saba ein komplett neues, zukunftsorientiertes LMS bei Liebherr installiert.

Fortbildungen auf dem ganzen Globus

Liebherr ist ein global agierendes Unternehmen, das über 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem gesamten Globus beschäftigt. Entsprechend heterogen ist die Zielgruppe des LMS. Unterschiedliche Standorte und Zeitzonen, Sprachen und kulturelle Hintergründe mussten bei der Einführung des Systems berücksichtigt werden. Aufgrund dieser dispersen Zielgruppe stellten sich noch vor der Einführung des LMS mehrere Fragen:

  • Wie sind die Nutzer des LMS erreichbar? Sind sie im Büro tätig, arbeiten sie im Home-Office oder mobil von verschiedenen Standorten aus?
  • Welche Sprachen werden benötigt? Welche kulturellen Unterschiede sollte man bei einer internationalen Nutzung berücksichtigen?
  • Wie gestaltet sich das Reporting, wer hat Zugriff darauf und welche Daten werden dabei erfasst?

„Bei der Einführung haben wir daher immer Wert auf eine offene und konstruktive Arbeitsatmosphäre und regelmäßige Kommunikation in den Projektteams gelegt“, erklärt Michelle Wagner, Head of Corporate HR & Learning Management Solutions bei Liebherr. Als Zielgruppen definierte Liebherr nicht nur die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die Mitarbeiter von Partnern und Händlern sowie Lieferanten und Endkunden. Denn Lernen betrifft alle im Unternehmen und hat somit auch Auswirkung auf Partner, Händler und Lieferanten – bis hin zum Endkunden. Da die Zielgruppen international verteilt sind, lautet das Credo von Liebherr „Glocal“ – so global wie nötig, so lokal wie möglich.

Neben der Definition der Zielgruppen musste Liebherr eine weitere Entscheidung treffen: Welche Funktionen sollte die Lösung umfassen? Im Rahmen einer Anforderungsanalyse wurden Ziele festgesetzt. Verschiedene bestehende LMS sollten durch eine einheitliche Lösung ersetzt werden. Auch bestehende web-basierte Trainings sollten in das neue LMS übernommen werden. Das neue System sollte zudem in die bestehende IT-Infrastruktur eingebettet und an das HR-Managementsystem angebunden werden. Um den kulturellen Hintergrund der internationalen Nutzer zu berücksichtigen, musste das LMS in mehreren Sprachversionen implementiert werden. Zudem galt das Credo „Glocal“ – das neue LMS sollte so global wie nötig, aber so lokal wie möglich sein. Zuletzt sollten Transparenz- und Synergieeffekte über Schulungsaktivitäten aller Liebherr-Gesellschaften hinweg genutzt werden.

Mehr als nur ein IT-Projekt

Die Einführung von Saba Cloud wurde von Liebherr IT-Services geleitet. Doch die Einführung eines neuen LMS ist mehr als nur ein IT-Projekt. Zwar ist ein LMS zuallererst eine datenbankgestützte Software, die Lernende und Kurse verwalten und dabei stabil funktionieren soll. Auch Datenschutzaspekte, beispielsweise der vertrauliche Umgang mit den gespeicherten Personen- und Lerndaten, fallen in den Aufgabenbereich der IT. Aber Lernen betrifft nicht nur eine Abteilung, sondern alle Mitarbeiter und Partner des Unternehmens, weshalb alle Stakeholder in den Prozess eingebunden werden müssen.

„Bei der Einführung unseres LMS war es wichtig, neben der IT auch alle anderen Abteilungen sowie Händler und das Unternehmensmanagement einzubeziehen. Lernen betrifft neben den externen Geschäftspartnern alle Mitarbeiter im Unternehmen, insbesondere das Management, das Lernkurse nicht nur absolviert, sondern Mitarbeiter und externe Partner auch zum Lernen motivieren soll. Manager im Unternehmen haben eine Vorbildfunktion und sind daher besonders wichtig bei der Einführung“, erklärt Wagner.

Für die Wahl des LMS wurde eine aus Vertretern der involvierten Liebherr-Abteilungen – IT, HR, Sales und Service – bestehende Taskforce gegründet. Diese führte eine Anforderungsanalyse sowie ein Review der bestehenden Systeme durch. Anschließend fand eine Marktanalyse erhältlicher Lösungen statt. Nach einer Definition möglicher Szenarien wurde von der Taskforce eine Empfehlung anhand einer Nutzwertanalyse getroffen. Nun musste das empfohlene System von der IT auf Datenschutzaspekte geprüft werden. Die finale Entscheidungsfindung fand gemeinsam mit dem Top-Management von Liebherr statt.

Ein Team bei Liebherr hat mit dem Saba Professional Services (SPS)- Team äußerst sachkundig und flexibel an der Migration, Implementierung und Konfiguration von Saba Cloud seit 2015 gearbeitet. Nachdem Saba Learning in allen Märkten live gegangen ist, besteht die enge Zusammenarbeit zwischen Liebherr und dem regionalen Saba Professional Services-Team weiterhin, um an Lösungen komplexer Konfigurationsprobleme zu arbeiten bzw. Schulungen der Systemadministratoren, Instruktoren und Contententwicklern zu neuen Funktionalitäten und Modulen durchzuführen.

Bessere Lernprozesse durch Saba Cloud

Nach einer Testphase und der Einführung im Mining-Bereich, wurde Saba Cloud auf die gesamte Firmengruppe Liebherr ausgeweitet. Heute nutzt Liebherr Saba Cloud international in elf Unternehmenssparten für web-basierte Trainings und profitiert dabei von folgenden Vorteilen:

Saba Cloud beseitigt die Notwendigkeit, interne oder externe Ausbilder für jeden Kurs zu engagieren. Stattdessen findet ein sinnvoller Anteil der einstigen Präsenzkurse nun in Form von web-basierten Trainings statt. Damit werden auch teure und zeitaufwendige Reisen und der administrative Aufwand reduziert. Zudem können individuelle Lernfortschritte und erreichte Zertifizierungen einfach nachgeprüft werden. Personalabteilungen können diese Vorgänge effizient nachverfolgen und verwalten sowie die entsprechenden Berichte erstellen.

Heute nutzt Liebherr Saba Cloud für verschiedene Aufgaben. Für Ausbilder und Lernende stehen in der Saba Cloud Materialien für Präsenztrainings bereit. Im virtuellen Klassenzimmer werden Online-Kurse abgehalten. (Christian Förg/ig)

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