Unbemannte Luftfahrzeuge

Drohnen zuverlässig kennzeichnen – mit ultradünnem Glas

Das verwendete Glas ist zugleich feuerfest, stabil und leicht. Es eignet sich ideal als Trägerstoff für Drohnen-Kennzeichen, da es im Gegensatz zum weit verbreiteten Aluminium sehr viel feuerfester ist. Bild: Schott
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Die Firma Roboterwerk bietet jetzt eine zuverlässige Lösung für die in Deutschland erforderliche Kennzeichnung von Drohnen, die im Ernstfall auch Brände und Explosionen von Lithium-Ionen-Akkus übersteht, wie vom Gesetzgeber gefordert. Basismaterial dafür ist das ultradünne Glas von Schott. Gegenüber Metallen bietet das Glas vielfältige Vorteile: So verändert es sich im Brandfall erst bei Temperaturen über 600 Grad Celsius, ist äußerst leicht und nimmt keinerlei Einfluss auf Sensoren und Fluglagesystem.

Ob im privaten oder professionellen Bereich: Drohnen sind so hochentwickelt wie nie, und deshalb beliebter denn je. Die unbemannten Luftfahrzeuge – in der Regel als Multicopter oder Quadrocopter konzipiert – unterstehen seit April 2017 einer gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnungspflicht. Besitzer einer Flugdrohne ab einer Startmasse von 0,25 Kilogramm sind seitdem dazu angehalten, das Flugobjekt mit Name und Adresse zu kennzeichnen. So kann im Schadensfall schnell der Halter festgestellt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Kennzeichnung „dauerhaft und feuerfest beschriftet und fest mit dem Gerät verbunden ist“, schreibt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf seiner Webseite.

Glas als zuverlässiges Kennzeichen

Die Firma Roboterwerk hat jetzt Glas als ideales Trägermaterial für die Kennzeichnung von Flugdrohnen identifiziert und bietet eine passende Kennzeichen-Lösung an. Dabei wird das ultradünne Glas von Schott in einem speziellen Verfahren mit einer Beschriftung aus einem Glas-Titan-Kohlenstoffverbund (Keramik) versehen. Die Keramik hält Temperaturen von über 1000 Grad Celsius stand. „Das verwendete Glas ist zugleich feuerfest, stabil und leicht. Es eignet sich daher ideal als Trägerstoff für Drohnen-Kennzeichen, da es im Gegensatz zum weit verbreiteten Aluminium sehr viel feuerfester ist“, so Moritz Aßmus-Hubrich, Pressesprecher der Roboterwerk GmbH.

Das in Deutschland gefertigte Aluminosilikatglas Schott AS 87 eco, das gehärtet in einer Dicke von unter 150 Mikrometer von Roboterwerk eingesetzt wird, verändert seine Form erst bei Temperaturen von 870°C und übersteht auch die über 660 Grad Celsius heißen Brände von Lithium-Ionen-Akkus. Zum Vergleich: Aluminium schmilzt bereits bei 660,3 Grad Celsius.

„Viele Länder haben bereits eine verpflichtende Kennzeichnungspflicht für Flugdrohnen eingeführt. In Deutschland muss dieses Kennzeichen darüber hinaus laut Gesetzgeber ‚feuerfest‘ sein“, erklärt Aßmus-Hubrich. Da der Begriff feuerfest aber nicht eindeutig definiert sei, gehen man mit dem ultradünnen Glas auf Nummer sicher: Es behalte seine Form im Brandfall zuverlässig bei, ohne einen negativen Einfluss auf das Gewicht zu nehmen oder die Sensoren zu stören.

Kennzeichnungspflicht: Andere Länder könnten folgen

In den USA ist aktuell eine Registrierung von Drohnen bei der Bundesluftfahrtbehörde FAA ausreichend. Im Rahmen der Registrierung erhält jede Drohne eine eindeutige Identifikationsnummer. Im Gegensatz zu Deutschland ist es allerdings nicht notwendig, diese ID oder sonstige Identifizierungsmerkmale sichtbar an der Drohne anzubringen. Noch nicht. Aktuelle Medienberichte legen allerdings nahe, dass sich dies in Kürze ändern könnte und eine sichtbare Kennzeichnungspflicht auch in den USA erforderlich wird. (ig)

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