Klimaschutz und Digitalisierung

100 Jahre ZVEI

Herausforderungen beim Klimaschutz und der Digitalisierung

Die Beleuchtung der Städte - hier der Münchner Max-Joseph-Platz im Jahre 1885 - markiert den Beginn der Elektrifizierung. Bild: Siemens
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„Die Zukunft gestalten, statt die Vergangenheit zu bewahren – sowohl technologisch als auch gesellschaftlich – das ist die Rolle des ZVEI “, betonte ZVEI-Präsident Michael Ziesemer anlässlich der feierlichen Festveranstaltung zum 100. Geburtstag des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Dabei seien die dringlichsten Herausforderungen der heutigen Zeit Klimaschutz und Digitalisierung. Richtig umgesetzt böten sie die Chance, Wohlstand zu schaffen und gleichzeitig die Umwelt- und Lebensbedingungen vieler Menschen zu verbessern.


Um die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern, sind nach Auffassung des ZVEI-Chefs Dialog und Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg. „Die Zukunft liegt in offenen Plattformen“, betont Ziesemer. Entgegen der Entwicklung in anderen Teilen der Welt dürften weder das Recht des Stärkeren, noch der Deal im Mittelpunkt stehen. Stattdessen müsse wieder eine Diskurskultur etabliert werden, in der ein guter Kompromiss für alle beteiligten Parteien das Ziel sei.

Wettbewerbsfähigkeit stärken

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Seit Erfindung der Glühbirne ermöglichen und begleiten die Leistungen der Elektroindustrie Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft“, beschreibt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeiner. „Dazu kann ich der Elektroindustrie nur gratulieren, ebenso wie dem ZVEI zu seinem 100. Gründungsjubiläum“. Sein Ziel als Bundeswirtschaftsminister sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland für die Zukunft branchenübergreifend zu stärken. Dazu werde die Bundesregierung die Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Vernetzung unterstützen und gute Rahmenbedingungen für Innovationen gewährleisten. International setze man sich auch weiterhin für freien Handel und offene Märkte ein.

Auch Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender bei Siemens, einem Gründungsmitglied des ZVEI, war bei der Feierstunde vor Ort. Er wies darauf hin, dass „der Weg, unsere Welt zu elektrifizieren, noch lange nicht zu Ende ist“. Er glaube, dass die Elektrifizierung die besten Jahre noch vor sich hat! Denn elektrische Energie werde immer wichtiger, um Volkswirtschaften anzutreiben – effizient, ressourcenschonend, nachhaltig. Und mit der Digitalisierung ergäben sich auch für die Elektrifizierung neue Perspektiven. Sie sei der Treiber für den epochalen Umbau der Energiesysteme: von zentral und konventionell zu dezentral und erneuerbar.

Technologien kein Selbstzweck – Menschen stehen im Mittelpunkt

„Als Verband, der eine der innovativsten Branchen vertritt, ist uns der fortwährende Unruhezustand vertraut und auch in Zukunft wird es angesichts der vielen Themen an Aufgaben nicht mangeln“, fasst Ziesemer zusammen. Eines der Kernthemen sei aktuell die Umsetzung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Hier dürfe sich eine Situation wie beim Breitbandausbau nicht wiederholen. Deshalb sei es wichtig, jetzt rasch die nächsten Schritte zu gehen. Mit der kürzlich im ZVEI gegründeten Arbeitsgemeinschaft 5G-ACIA setze man sich dafür ein, dass 5G von vornherein industriefähig gestaltet werde. Dazu gehöre auch, ein Band von 100 MHz für lokale und regionale Anwendungen zu reservieren.

„Wichtig ist, dass Digitalisierung, Technologien allgemein, niemals Selbstzweck sein dürfen. Im Gegenteil – der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. Getreu unserem Motto: Innovation für Menschen schaffen“, so Ziesemer abschließend. (ig)

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