IAA Nutzfahrzeuge

Digitalisierung rettet Leben

Moderne Assistenzsysteme, wie sie Continental schon heute für die Erstausrüstung anbietet, können Fahrer von Nutzfahrzeugen warnen, wenn sich im toten Winkel ein Fußgänger oder Radfahrer aufhält. Bild: Continental
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Continental präsentiert auf der 67. IAA Nutzfahrzeuge, die vom 20. bis zum 27. September in Hannover stattfindet, einen Blick in die Zukunft des Rechtsabbiegeassistenten für Lkw. Die Experten für Fahrerassistenzsysteme arbeiten intensiv an den kommenden Generationen des Systems. Schon heute bietet Continental radarbasierte Systeme für die Serienentwicklung in der Erstausrüstung an. Auch an entsprechenden Nachrüstlösungen wird gearbeitet. In den nächsten Jahren werden diese Assistenzsysteme durch den zusätzlichen Einsatz von Kameras und später durch die Nutzung künstlicher Intelligenz verstärkt.

Gerade im Stadtverkehr kommt es immer wieder zu schwerwiegenden Abbiegeunfällen zwischen Lkw und Radfahrern oder Fußgängern. Die Forderungen nach einer Einbaupflicht für Rechtsabbiegeassistenten wird immer lauter. Eine EU-weite gesetzliche Vorschrift wird allerdings frühestens in einigen Jahren erwartet. Länder wie Deutschland setzen daher auf das freiwillige Engagement der Autoindustrie und Transportbranche, Abbiegeassistenten ab Werk einzubauen oder nachzurüsten – und erhalten großen Zuspruch. Denn bereits mit den heute existierenden Systemen lässt sich die Mehrzahl der Unfälle vermeiden. Continental verfolgt bei seiner intensiven Arbeit an der Weiterentwicklung des Rechtsabbiegeassistenten neben der Steigerung der Verkehrssicherheit auch das Ziel, dem Fahrer künftig jeglichen Fehlalarm zu ersparen.

Radar, Kamera und künstliche Intelligenz

Moderne Assistenzsysteme, wie sie Continental schon heute für die Erstausrüstung anbietet, können Fahrer von Nutzfahrzeugen warnen, wenn sich im toten Winkel ein Fußgänger oder Radfahrer aufhält. Ein solches radarbasiertes System ermittelt die Position von Verkehrsteilnehmern und berechnet die Zeit bis zu einer möglichen Kollision. Die zweite Generation des Rechtsabbiegeassistenten wird nochmals leistungsfähiger sein. Sie wird mit größerer Genauigkeit gefährliche von ungefährlichen Situationen unterscheiden.

Dazu wird das radarbasierte System um Kameras erweitert. Schon in wenigen Jahren wird der Rechtsabbiegeassistent auch komplexe und nicht vorhersehbare Verkehrssituationen exakt interpretieren und den Fahrer warnen. Auch eine automatische Notbremsung ist technisch machbar. Dafür kommt unter anderem das Verfahren der sogenannten Gestenerkennung zum Einsatz. Es nutzt maschinelles Lernen, künstliche neuronale Netze und bildgebende Verfahren, um einen herannahenden Radfahrer viel früher zu erkennen als bisher möglich. Künstliche Intelligenz lässt den Rechtsabbiegeassistenten auch erkennen, in welche Richtung sich ein Fußgänger oder Fahrradfahrer voraussichtlich bewegen wird.

„Make the digital leap!“

Im Innovation Truck von Continental, einem Demonstrationsfahrzeug, ist bereits ein System mit Gestenerkennung funktionsfähig eingebaut, das in einigen Jahren auch dem Serienmarkt zur Verfügung stehen wird. Beide Systemgenerationen können Besucher der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover auf dem Freigelände im Innovation Truck und auf dem Continental-Stand

Auf seinem Messestand zeigt Continental unter dem Motto „Make the digital leap!“ wie die Transportbranche den Sprung in die Digitalisierung schafft – und dadurch Effizienzpotenziale ganz neuer Art heben kann. Im Fokus stehen dabei die jeweiligen Herausforderungen in den drei Bereichen Stadtverkehr, Langstreckentransport und Speditionsbüro – und die Lösungen von Continental. Damit knüpft das Technologieunternehmen an sein Motto zur IAA 2016 „Tradition. Trust. Transformation.“ an und zeigt den Messebesuchern ganz konkret, welche Chancen der Sprung in die digitale Welt bietet und wie er gelingt.

Vision Zero

So wird es im Stadtverkehr angesichts des rapide steigenden Verkehrsaufkommens immer wichtiger, Emissionen zu verringern und Unfälle zu reduzieren. Die Antworten von Continental fördern einen nachhaltigen urbanen Verkehr und helfen, der „Vision Zero“ – also null Verkehrstote – näherzukommen. Der Rechtsabbiegeassistent ist hier nur eines von vielen Beispielen. Auf der Langstrecke fordern gesetzlich verordnete Sicherheitsfeatures als Reaktion auf die steigende Zahl schwerer Lkw-Unfälle die Hersteller heraus. Verschärfte Emissionsrichtlinien zwingen die Flottenbetreiber zum Handeln. Gleichzeitig müssen Spediteure die Kraftstoffkosten im Griff behalten und ihre Betriebszeiten maximieren.

Effizienz ist auch im Speditionsbüro das Stichwort. Wer sich im harten Wettbewerb und bei relativ kleinen Margen behaupten möchte, braucht ein digitales Kontrollzentrum, das auch Echtzeitdaten nutzt. Mit seiner digitalen Kompetenz und seinem breiten Portfolio von Reifen über Luftfedern und Antriebstechnologie bis hin zu Fahrerassistenzsystemen und Flottenmanagementlösungen bietet Continental die Schlüsseltechnologien, um in der Nutzfahrzeugwelt mit ihren steigenden Anforderungen erfolgreich zu bleiben. (ig)

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