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Infineon ermöglicht Open-Source-Software-Stack für TPM 2.0

Der auf der ESAPI-Schicht basierende Stack umfasst die Unterstützung für OpenSSL. Bild: Infineon
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Die Infineon Technologies AG hat einen Open-Source-Software-Stack ermöglicht. Dieser erleichtert Entwicklern die Arbeit, die das Trusted Platform Module (TPM) 2.0 einsetzen. Das TPM 2.0 ist eine standardisierte hardwarebasierte Sicherheitslösung, mit der Anwendungen abgesichert werden – in der Industrie, im Automobil und in Bereichen wie der Netzwerkausrüstung. Dies ist die erste Open-Source-TPM-Middleware, die den ESAPI-Spezifikationen (Enhanced System API) für Software-Stacks (TSS) der Trusted Computing Group (TCG) entspricht und der Open-Source-Community deutliche Vorteile bietet.

„Die einfache Integration auf Linux oder anderen Embedded-Plattformen, die durch das Release des TPM 2.0 ESAPI-Stacks möglich ist, beschleunigt die Einführung des TPM 2.0 in solchen Systemen, beispielsweise in Netzwerkausrüstung oder in industriellen Systemen“, erläutert Gordon Mühl, Global CTO Security bei Huawei. „Damit erreicht IoT-Sicherheit die nächste Stufe.“

„Wir beobachten derzeit ein großes Interesse, die Sicherheit des IoT, des IIoT, von Industrie 4.0 und von Fahrzeuganwendungen zu verbessern“, berichtet Michael Röder, Manager Technology Engineering and Services bei Avnet Silica. „Die Verfügbarkeit der Open-Source-TSS-ESAPI-Schicht vereinfacht die Integration des TPM 2.0 in alle Anwendungen und passt ausgezeichnet zu unserem eigenen Open-Source-Ansatz beim Thema Sicherheit.“

Der TSS-ESAPI-Layer ist für alle frei verfügbar – Infineon engagiert sich für eine einfachere Integration und breite Einführung starker Sicherheitslösungen. Dieses Engagement wird auch von Sicherheitsexperten und führenden Unternehmen innerhalb des Infineon Security Partner Network (ISPN) geteilt. Im ISPN bieten diese eine große Vielfalt von Software Libraries an, die den Anforderungen unterschiedlichster Anwendungen und Zielplattformen entsprechen. Infineon hat die Entwicklung des ESAPI durch das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT gefördert, ein langjähriger Kooperationspartner von Infineon auf diesem Gebiet.

Gesicherte Kommunikation

Die von Infineon ermöglichte ESAPI-Schicht basiert auf einer von der Intel Corporation entwickelten SAPI-Schicht und umfasst eine neue Schicht von API-Funktionen, die den Einsatz und die Integration des TPM vereinfachen. Dies erleichtert den Aufbau einer Verbindung zum TPM über eine Anwendung, die gesicherte Kommunikation zwischen dem Host-Prozessor und dem TPM sowie die Autorisierung mittels HMAC (Message Authentication Code).

Der auf der ESAPI-Schicht basierende Stack umfasst die Unterstützung für OpenSSL. Dabei kann das Infineon OPTIGA TPM über eine Standardschnittstelle zum Schutz der mit SSL&TLS abgesicherten Gerätekommunikation eingesetzt werden, indem es als abgesicherter Keystore für OpenSSL verwendet wird. So werden die Schlüssel vor Schwachstellen wie dem berüchtigten Programmfehler „Heartbleed“ geschützt.

Der TSS-Stack und die ESAPI-Schicht werden im Rahmen der freizügigen 2-Klausel-BSD-Open-Source-Lizenz veröffentlicht, die große Flexibilität bietet und die Einführung fördert. Die ESAPI wurde von einer großen Community entwickelt und validiert, um die hohe Qualität und Stabilität zu erreichen, die für moderne Embedded- und IoT-Systeme erforderlich sind. Im Hinblick auf Industriekunden und Kunden in der Automobilbranche wurde der Code unter Verwendung von Industriestandards und durch kontinuierliche Integration und Tests entwickelt. Darüber hinaus fanden eine gründliche Vier-Augen-Überprüfung und eine statische Code-Analyse mittels Clang und Coverity statt. Darüber hinaus wurde der Stack auf dem Infineon OPTIGA TPM SLB 9670 mit den neusten TPM-Spezifikationen getestet und evaluiert.

Bereitstellung erweiterten Schutzes

Künftige Erweiterungen umfassen die Unterstützung für die Festplattenverschlüsselung mit Cryptsetup/LUKS und eine Version, die über ESAPI-Unterstützung für TPM-Tools verfügt. „Mit dem Release des TSS haben wir einen Meilenstein bei der Bereitstellung eines erweiterten Schutzes für Embedded-Systeme bei Anwendungen in der Industrie, in Fahrzeugen und im Smart Home durch das TPM 2.0 erreicht“, so Andreas Fuchs, Projektleiter bei Fraunhofer SIT.

Anwendungsentwickler können direkt mit den von Infineon angebotenen Iridium-Evaluation-Boards OPTIGA TPM SLB 9670 beginnen und den TSS Code über Gifthub runterladen. Quellcodepakete für Infineon AURIX sowie für Arduino Mikrocontroller werden demnächst veröffentlicht. Weitere Informationen über das OPTIGA TPM von Infineon sind unter www.infineon.com/TPM erhältlich. (ig)

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