Breitbandausbau

Breitbandausbau

Unternehmen mit langsamem Netzzugang betreiben seltener eigene Internetseiten

Es zeigt sich, dass Unternehmen in Regionen mit einer geringen Breitbandabdeckung, also in Gemeinden, in denen für weniger als 75 Prozent der Haushalte eine Internetverbindung mit 50 oder mehr MBit/s zur Verfügung stehen, deutlich seltener eigene Internetseiten betreiben. Bild: Telekom
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Der Breitbandausbau kommt in Deutschland nur schleppend voran. Der Zugang zu schnellem Internet ist nicht überall gewährleistet. Dies geht einher mit einer geringeren Internetpräsenz deutscher Unternehmen: So betreiben Unternehmen in Regionen mit einer geringen Breitbandabdeckung deutlich seltener eigene Internetseiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Die ZEW-Studie untersucht erstmals mittels einer am ZEW entwickelten Web-Scraping-Abfragemethodik die Webseitenpräsenz und -nutzung von 2,1 Millionen Unternehmen in Deutschland. Dabei stellen die ZEW-Wissenschaftler/innen zum einen fest, dass das Betreiben einer unternehmenseigenen Webseite in erster Linie von Unternehmenseigenschaften wie der Größe und der Branche des Unternehmens abhängt. So betreiben insbesondere größere Unternehmen aus Branchen wie dem Maschinenbau eigene Webseiten. Zudem verfügen große Unternehmen mit langjähriger Markterfahrung meist über eigene Webseiten, während kleine und junge Unternehmen weniger Internetauftritte verzeichnen.

Zum anderen macht die ZEW-Studie deutlich, dass es eine Verbindung zwischen der regional unterschiedlichen Verfügbarkeit von Breitband-Internetzugängen und der Internetpräsenz von Unternehmen gibt. Es zeigt sich, dass Unternehmen in Regionen mit einer geringen Breitbandabdeckung, also in Gemeinden, in denen für weniger als 75 Prozent der Haushalte eine Internetverbindung mit 50 oder mehr MBit/s zur Verfügung stehen, deutlich seltener eigene Internetseiten betreiben. In Deutschland betrifft das, den Berechnungen der ZEW-Wissenschaftler/innen zufolge, schätzungsweise 30.000 Unternehmen. Insgesamt entspricht das etwa 3,6 Prozent der Unternehmen in diesen Gemeinden.

Unternehmenswebseiten sind Standardrepertoire

Diese Zurückhaltung beim Aufbau der Internetpräsenz könnte sich langfristig für die Unternehmen negativ auswirken, denn diese nutzen ihre Webseiten insbesondere, um am digitalen Markt teilzunehmen. „Unternehmenswebseiten gehören längst zum Standardrepertoire der Außendarstellung vieler Unternehmen. Sie nutzen ihre Webseiten etwa, um Informationen über ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbreiten, diese übers Internet anzubieten oder auch, um mit Kunden in Kontakt zu treten“, erklärt Jan Kinne, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ und Mitautor der Studie. „Ein mangelnder Breitbandausbau scheint Unternehmen daran zu hindern, dieses Potenzial auszuschöpfen.“ (ig)

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