Fahrzeugmontage

Montagelayout für den neuen Lamborghini Urus

Auf Seiten des Dürr-Konzerns lag die Federführung des Projekts bei CPM, der auf Fahrzeugendmontagen spezialisierten italienischen Tochtergesellschaft. Bild: Lamborghini
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Der Super-SUV Urus von Lamborghini wird unter modernsten Bedingungen gefertigt. Hochflexible Montagelinien mit einem neuentwickelten fahrerlosen Transportsystem und ergonomischen Arbeitsplätzen zeichnen das umgebaute Werk am Stammsitz des italienischen Sportwagenherstellers in Sant’Agata Bolognese aus. Als Generalunternehmer war Dürr für die Installation der Montagelinien sowie die Integration und Optimierung innovativer Technologien und Prozesse verantwortlich.

Mit Blick auf die Markteinführung des neuen Super SUV Urus modernisierte Lamborghini sein traditionsreiches Werk innerhalb von nur 18 Monaten während des laufenden Betriebs. Dabei wurde nicht nur die Produktionsfläche von 80.000 auf 160.000 Quadratmeter verdoppelt, sondern auch die Gesamtkapazität auf 7.000 Fahrzeuge jährlich. Für dieses für die Zukunft der Marke strategisch wichtige Projekt betraute Lamborghini Dürr mit der Entwicklung neuer Fertigungslinien für die komplette Fahrzeugmontage. Diese basiert auf einem zukunftsweisenden Layout, in dem jeder Bereich flexibel genutzt werden kann. Das bietet den Vorteil, dass sich die Linienkonfiguration auch nach der Installation jederzeit verändern lässt – also variabel für wechselnde Anforderungen bleibt.

AGV-Flotte in diversen Größen

Viel Flexibilität gewährleistet das von Dürr speziell für den Urus entwickelte fahrerlose Transportsystem mit AGVs (Automated Guided Vehicles). Diese bewegen Einzelkomponenten und Karossen separat statt wie bislang üblich nacheinander in einem linearen Fördersystem, laufen ohne Schienen, sind frei programmierbar wie Roboter und flexibel ansteuerbar. Dadurch können auch zukünftige Modellreihen auf den bestehenden Linien hergestellt werden, denn diese lassen sich je nach Nachfrage und Produktionsanforderung schnell umstellen. Die AGVs bei Lamborghini haben drei verschiedenen Größen und sind in der zuführenden Fördertechnik, den Prozessen der Hauptlinie sowie beim Transport von Baugruppen- und Antriebsstrang im Einsatz.

Ergonomisch optimal ausgestaltete Arbeitsplätze

Neben den AGVs installierte Dürr weitere Technologien, die auch anspruchsvollste Normen zur Ergonomie am Arbeitsplatz erfüllen. Dazu gehören Übergabestationen, Entladevorrichtungen, Schwenk- und Hubgehänge sowie Plattenbänder mit Hubtisch, um das Fahrzeug in eine für die Mitarbeiter optimale Position zu bringen.

Auf Seiten des Dürr-Konzerns lag die Federführung des Projekts bei CPM, der auf Fahrzeugendmontagen spezialisierten italienischen Tochtergesellschaft. Bereits bei der Layoutgestaltung für Fördertechnik, Montagelinien, Hochzeitsstationen, Trimlinien und End-of-Line-Bereich arbeiteten CPM und Lamborghini Hand in Hand. Unterstützt wurde CPM von den deutschen Kollegen von Dürr Assembly Products, die unter anderem den Roll-Brems-Prüfstand x-road lieferten und exakt auf den Urus einstellten. (ig)

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