Über Stock und Stein

Elektronisches Sperrdifferential

Über Stock und Stein

Dank eines neuen Chip-Satzes erlaubt die ECU over-the-air-Updates, also die Aktualisierung der Fahrzeugsoftware dezentral via Cloud, statt wie bislang einen Werkstattbesuch zu erfordern. Bild: ZF
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Mit der neuen Generation des elektronisch geregelten Sperrdifferentials eLSD (electronic limited slip differential) schlägt ZF das nächste digitale Kapitel für geländegängige und sportlich abgestimmte Fahrzeuge auf. Herzstück des verbesserten aktiven Hinterachsantriebs ist ein von Grund auf neu entwickeltes Steuergerät, das die Cybersecurity-Standards für Software-Updates via Cloud erfüllt. Zusätzlich vernetzt der Technologiekonzern das Sperrdifferential umfassend mit dem Bremssystem des Fahrzeugs und steigert so sowohl off- als auch onroad Fahrdynamik, Stabilität und Komfort.

Mit dem neu überarbeiteten elektronischen Sperrdifferential eLSD können Freunde von Offroad-Fahrzeugen und sportlich abgestimmten Automobilen das nächste Abenteuer noch besser planen: „Die neue Generation unseres Hinterachsgetriebes eLSD unterstützt eine umfassende, hochgradige Systemvernetzung mit weiteren Funktionen des Fahrzeugs. Dadurch lassen sich Fahrzustände besser regeln, was zu Vorteilen bei Dynamik, Sicherheit und Komfort führt“, erklärt Sebastian Dendorfer, Projektleiter bei ZF.

Platzsparendes Design, erweiterte Funktionalität

Hinterachsgetriebe von ZF kommen bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich in Fahrzeugen großer europäischer und amerikanischer Hersteller zum Einsatz. Für die neue Generation des eLSD überarbeitete der Konzern das elektronische Steuergerät (ECU) komplett. Dessen Hardware ist nun um knapp die Hälfte geschrumpft, wodurch dem OEM mehr Platz beim Design der Fahrgastzelle zur Verfügung steht.

Dank eines neuen Chip-Satzes erlaubt die ECU over-the-air-Updates, also die Aktualisierung der Fahrzeugsoftware dezentral via Cloud, statt wie bislang einen Werkstattbesuch zu erfordern. Dabei ist das System nach aktuellsten Cybersecurity-Standards geschützt. Zusätzliche Schnittstellen wie beispielsweise CAN mit flexibler Datenrate (CAN FD) ermöglichen nun eine umfassende Vernetzung des eLSD mit dem integrierten Bremssystem IBC (Integrated Brake Control) von ZF. Das garantiert ein eng aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Antrieb und Bremse.

Besser dosierte automatische Bremsvorgänge

Das Ergebnis: bessere Traktion und Übersteuerungsschutz sowie erhöhte Stabilität bei der Fahrt mit Anhänger oder beim Spurwechsel. Offroad kann das eLSD seine Vorzüge besonders beim Erklimmen von Steigungen ausspielen. Darüber hinaus verbessert das aktive Sperrdifferential die Fahrzeugkontrolle beim Beschleunigen und Bremsen auf µ-Split. Besser dosierte automatische Bremsvorgänge und das Vermeiden von unnötigem Motor-Hochdrehen bei Traktionsmanövern führen zu mehr Komfort.

Mit einem Sperrmomentpotential von bis zu 3000 Newtonmetern ist das neue ZF eLSD System auch für schwerere Fahrzeuge und starke Motorisierungen gut gerüstet. Dank seines Baukastenprinzips ist eLSD sowohl kompatibel mit verschiedenen Achsübersetzungen wie auch unterschiedlichen Achsgetriebebaugrößen. (ig)

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