Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hält Rekordauftragsniveau

Solide Basis für die Zukunft

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hält Rekordauftragsniveau

Laut Ifo-Konjunkturbefragung berichteten über die Hälfte der befragten Werkzeugmaschinenhersteller zur Jahresmitte von Materialknappheit und fast 40 Prozent von Arbeitskräftemangel. Bild: Loew Werkzeugmaschinen
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Im zweiten Quartal 2018 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 29 Prozent zu. Die Auslandsorders sanken um 9 Prozent. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres stiegen die Bestellungen um 12 Prozent. Das Inland zog um 34 Prozent an, das Ausland legte 3 Prozent zu.

„Die Bestellungen aus dem In- und Ausland klaffen derzeit weit auseinander“, erläutert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Investiert werde nach langem Zögern nun endlich im Inland, sowohl in Modernisierung als auch Erweiterung der Kapazitäten. Die Euro-Länder hätten ebenfalls knapp zweitstellig zugelegt. Sie böten eine solide Basis für die Fortentwicklung des Geschäfts. Darüber hinaus lasse die Investitionsdynamik vor allem in Asien nach, weil sich die Nachfrage im größten Markt China politisch gewollt merklich beruhige. Auch aus Indien und Südkorea sei der Auftragseingang rückläufig gewesen.

Beschäftigungsrekord aufgestellt

Die Beschäftigten erreichten mit fast 73.700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Mai dieses Jahres einen neuen Rekord. Höher lag die Beschäftigung zuletzt Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, direkt nach der deutschen Wiedervereinigung und in den Folgejahren bis 1993.

Die Kapazitäten waren im Juli dieses Jahres mit 93,2 Prozent sehr gut ausgelastet. „Tatsächlich stoßen die Kapazitäten an ihre Grenzen“, sagt Schäfer. Laut Ifo-Konjunkturbefragung berichteten über die Hälfte der befragten Werkzeugmaschinenhersteller zur Jahresmitte von Materialknappheit und fast 40 Prozent von Arbeitskräftemangel. „Dahinter stecken Engpässe in der gesamten Zulieferkette. Wichtige Teile sind ausverkauft. Und die Inbetriebnahme, speziell im Ausland, leidet unter Personalengpässen“, erläutert Schäfer.

Umsatz brummt

Der Umsatz schließlich ist im ersten Halbjahr um 13 Prozent gestiegen. Damit wird die Produktionsprognose des VDW gestützt, die für 2018 einen Zuwachs von nochmals 7 Prozent erwartet. Im Referenzjahr 2017 schnitt die zweite Jahreshälfte deutlich stärker im Vergleich zu den ersten sechs Monaten ab. „Wenn uns die internationale Wirtschaftspolitik mit Brexit, Handelskrieg, Rückabwicklung der Globalisierung, Sanktionsandrohungen nicht in die Suppe spuckt, ist unsere Branche auf einem guten Weg“, sagt Schäfer vom VDW abschließend. (ig)

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