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DLR und regionale Business Angels investieren

Ausgründung COPRO Technology
DLR und regionale Business Angels investieren

Mittels der patentierten, im DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik entwickelten COPRO-Technologie können komplexe, dreidimensionale Profil-Geometrien hochwertig, effizient und deutlich kostengünstiger als bisher hergestellt werden. Bild: DLR
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich erstmalig mit einem Co-Investment im Rahmen einer Finanzierungsrunde an einer seiner Ausgründungen. Gemeinsam mit zwei regionalen Investoren, sogenannten Business Angels, bringt das DLR damit in einer frühen Phase Kapital in die COPRO Technology GmbH mit ein. Mit der Investition soll nun die Serienproduktion von Fahrradfelgen aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) aufgebaut und damit der Markteintritt in den wachstumsstarken Sport- und Freizeitmarkt gelingen.

Die COPRO Technology GmbH, eine Ausgründung aus dem DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik, ist auf die Rollformtechnologie für Profile aus Faserverbund-Kunststoff (FVK) spezialisiert, die in unterschiedlichen Leichtbauanwendungen zum Einsatz kommt. Mit der einzigartigen und patentierten COPRO-Technologie können deutliche Kostenvorteile bei der Herstellung von Preforms, den Vorformen den von FVK-Bauteilen, erzielt werden. Bisher war das Unternehmen primär in der Automobil- und Luftfahrtbranche aktiv. Dank des Investments wird das Unternehmen seine Aktivitäten auch auf den wachstumsstarken Fahrradmarkt ausbreiten.

„Bisher haben wir uns stark auf die großen Märkte Luftfahrt und Automobil konzentriert. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese aber auch besonders schwer zu erschließen. Mit dem neuen Kapital werden wir uns kurzfristig auf die Herstellung von CFK-Fahrradfelgen konzentrieren und Hochleistungskomponenten ‚Made in Germany‘ anbieten“, erklärt Henrik Borgwardt, Geschäftsführer bei COPRO Technology, und ergänzt: „Mittel- und langfristig werden wir unsere Erfahrung und Synergieeffekte auch im Luftfahrmarkt nutzen und uns als Bauteil-Lieferant etablieren“.

COPRO Technologie GmbH – Mobilität leicht gemacht

Leichtbaustrukturen finden in Flugzeugen, Automobilen und in vielen anderen Anwendungen ihren Platz. Hochbelastbare Leichtbaustrukturen, etwa das Dach eines Autos, bestehen zu einem hohen Anteil aus Profilbauteilen. Profile aus einem Leichtbaumaterial wie CFK sind besonders leichte und steife Bauteile Die Herstellung ist allerdings aufgrund der komplexen Krümmungen eine Herausforderung. Mittels der patentierten, im DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik entwickelten COPRO-Technologie können komplexe, dreidimensionale Profil-Geometrien hochwertig, effizient und deutlich kostengünstiger als bisher hergestellt werden. Auch für den Fahrradmarkt ist die Technologie bestens geeignet und ermöglicht, hochwertigste Carbon-Felgen in Deutschland zu konkurrenzfähigen Preisen automatisiert herzustellen.

Die Geschäftsführer Arne Stahl und Henrik Borgwardt entwickelten die COPRO-Technologie am DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik und gründeten im Oktober 2016 mit der COPRO Technology GmbH ihr eigenes Unternehmen. Aktuell hat das Unternehmen neun Mitarbeiter und arbeitet hauptsächlich deutschlandweit für große Kunden aus der Automobil- und der Luftfahrtbranche. Dank des Investments kann nun die Serienproduktion von CFK-Fahrradfelgen gestartet werden und der Eintritt in einen wachstumsstarken Markt gelingen, der zum einen den Bereich der Sport- und Freizeitaktivitäten umfasst und zum anderen die Entwicklung der emissionsfreien Transportalternative Fahrrad im urbanen Raum unterstützen kann.

Co-Investments in DLR-Ausgründungen

Das DLR hat mit seiner Strategie 2030 die Möglichkeit geschaffen, DLR-Ausgründungen noch intensiver zu unterstützen. Neben der bisher möglichen, reinen gesellschaftsrechtlichen Beteiligung ist nun auch ein Co-Investment durch das DLR im Rahmen von Finanzierungsrunden der jungen Unternehmen möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das DLR gemeinsam mit mindestens einem weiteren Investor in einer frühen Unternehmensphase Kapital in DLR-Ausgründungen einbringen – und damit einen Beitrag zur Schließung der anfänglichen Finanzierungslücke solcher High-Tech-Start-ups leisten. (ig)


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