Luft- & Raumfahrt

Erfolgreicher Meilenstein beim Bau der Ariane 6-Startanlagen

Mit erfolgreichem Abschluss des sogenannten Critical Design Reviews ist Europa der Fertigstellung der Bodenanlagen für das neue Trägersystem nun einen wichtigen Schritt näher gekommen. Foto: ESA
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Im Juli 2020 soll die Ariane 6 ihren Jungfernflug vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana antreten. Für die Realisierung der mechanischen Startanlagen (ELA 4) zeichnen das Augsburger Raumfahrtunternehmen MT Aerospace AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrtkonzerns OHB SE, und seiner Tochter MT Mechatronics GmbH im Auftrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES verantwortlich. Mit erfolgreichem Abschluss des sogenannten Critical Design Reviews ist Europa der Fertigstellung der Bodenanlagen für das neue Trägersystem nun einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Das Review-Board, bestehend aus Teilnehmern der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der ArianeGroup, CNES, Apave und Socotec, hat MT Aerospace und MT Mechatronics ihr detailliertes Design für die Startanlage bestätigt und damit grünes Licht für die planmäßige Umsetzung in Kourou gegeben. Der Auftrag umfasst den rund 650 Tonnen schweren Starttisch mit den mobilen Paletten-Systemen, auf denen die Feststoff-Booster zum Startplatz gebracht werden, als auch den circa 66 Meter hohen Versorgungsturm und den Deflektor für die Umlenkung des Abgasstrahls der Rakete.

Der Starttisch ist gefertigt und wurde letzte Woche im Werk abgenommen. Sein Transport zum Startplatz ist für Anfang 2018 vorgesehen. Die ersten Mastteile für den Versorgungsturm sind bereits unterwegs nach Kourou.

MT Aerospace ist als Hauptauftragnehmer mit 10 Prozent Arbeitsanteil im Wesentlichen für die Treibstofftanks und die metallischen Strukturbauteile der ARIANE 6 verantwortlich. Zudem sind MT Aerospace und MT Mechatronics seit über 40 Jahren wesentlich an der Realisierung aller Startanlagen für die sechs Generationen der Ariana und für die Sojus-Rakete am Weltraumbahnhof in Kourou beteiligt. (ig)

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