Logistik

Gabelstapler kann „sehen, denken und handeln“

ZF liefert den rein elektrischen Antrieb als Systemlösung und hat das Energiemanagement des Staplers so optimiert, dass eine Akkuladung mindestens eine Schicht vorhält. Bild: ZF
Anzeige

ZF verknüpft intelligente mechanische Systeme mit digitalen Lösungen. Das belegt die Weltpremiere: des Innovation Forklift – eines hochautomatisierten, elektrifizierten und voll vernetzten Gabelstaplers, der den Konzernanspruch „see. think. act.“ erstmals auch in eine Material-Handling-Anwendung übertragen soll. Die Weltneuheit greift nach Überzeugung des Herstellers die aktuellen Megatrends der Branche auf und sorgt so für mehr Effizienz und Sicherheit bei gleichzeitig geringeren Betriebskosten.

Mit dem ZF Innovation Forklift bringt der ZF erstmals einer Material-Handling-Anwendung das „Sehen, Denken und Handeln“ bei. Das Resultat ist ein voll vernetzter Elektro-Gabelstapler mit hochautomatisierten Fahrfunktionen, der seine Umgebung über Kamera- und Radarsysteme wahrnimmt. Die so erzeugten Daten werden von dem Zentralcomputer ZF ProAI auf der Basis einer Künstlichen-Intelligenz-Software ausgewertet, die sich bereits in Innovationsträgern auf Basis von Pkws und Traktoren bewährt hat. Intelligente Aktuatorik – wie die elektrische ZF-Hinterachslenkung für Gabelstapler – und der elektrische ZF-Einzelradantrieb setzen die Handlungsanweisungen der Steuerung um.

Kompetenzen bündeln für Industrietechnik-Megatrends

„Es reicht nicht mehr nur, ausgezeichnete Lösungen mit hohem Kundennutzen in den Markt zu bringen, es geht um Tempo“, kommentiert der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider. „Im hochautomatisierten ZF Innovation Forklift bündeln wir unser Know-how zu einer einmaligen und umfassenden Lösung, die die Kernanforderungen der Branche aufgreift: höchste Effizienz und Kosteneinsparungen im Bereich Material Handling.“

So verflechtet der ZF Innovation Forklift Digitalisierung, Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Er zeigt den Weg zu autonomen Flurförderfahrzeugen der Zukunft auf und erledigt Arbeitsaufträge hochautomatisiert, indem er den Lagerort eigenständig ansteuert, die Ware abholt und zum Besteller transportiert. Dazu bewegt sich der ZF Innovation Forklift dank seines leistungsfähigen Elektroantriebs, der mit einer Hublast von bis zu 3,5 Tonnen in den Bereich der heute noch im Outdoor-Einsatz weitverbreiteten dieselgetriebenen Stapler vorstößt, emissionsfrei.

ZF liefert den rein elektrischen Antrieb als Systemlösung und hat das Energiemanagement des Staplers so optimiert, dass eine Akkuladung mindestens eine Schicht vorhält. Anwender müssen daher weniger Wechselakkus bereitstellen und können auf diese Weise deutlich Kosten sparen. Eine intelligente Objekt- und Fußgängererkennung führt zu einem wesentlichen Plus an Sicherheit im Betrieb. Denn die Sensoren des ZF Innovation Forklift erfassen Personen oder stehende Hindernisse wie Gitterboxen oder Paletten.

Künstliche Intelligenz hilft

Die Dateninterpretation auf dem KI-Zentralsteuergerät ZF ProAI führt zu einem entsprechenden Befehl an das Fahrzeug zum sofortigen Stopp oder Umfahren des Hindernisses. Dabei helfen Deep-Learning-Algorithmen, die große Zahl von möglichen Szenarien in hoher Geschwindigkeit zu antizipieren und adäquate Reaktionen auszuüben. Künstliche Intelligenz hilft also dabei, Arbeitsunfälle und Personen- oder Materialschäden zu vermeiden.

Auch kann das Fahrzeug selbständig Aufträge priorisieren und so über die optimale Reihenfolge und Route entscheiden. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die Vernetzung des ZF Innovation Forklift. Er kann in einen digitalisierten Fertigungsverbund agieren und dort sowohl mit dem Warenwirtschaftssystem als auch mit der Infrastruktur und weiteren Fahrzeugen kommunizieren. Das cloudbasierte, dynamische Flottenmanagement erlaubt es, die Daten der einzelnen Gabelstapler effizient zu verwalten und auszuwerten. Das System berücksichtigt beispielsweise bei allen Fahrten den aktuellen Ladezustand des Akkus und plant den Aufladezeitpunkt, an dem der Stapler selbständig die Ladestation ansteuert.

Internet of Things für alle Bereiche

Gerade mit Blick auf die Themen Data Management und Data Analytics ist die Vernetzung verschiedenster Systeme in einer IoT-Plattform (IoT – Internet of Things) eine wesentliche Grundlage der Industrietechnik von morgen. Mit der ZF Cloud hat ZF eine offene, skalierbare IoT-Plattform entwickelt, die sich industrieübergreifend einsetzen lässt. Sie bietet die Möglichkeit, Daten zu sammeln, mit höchst leistungsfähigen Analysetools in Echtzeit auszuwerten und eine Vielzahl einzelner Funktionen und Teilnehmer zu vernetzen.

Zu den ersten Anwendern der ZF Cloud zählen unter anderem Seilbahnbetriebe, die mittels vorausschauender Planung von Wartungsarbeiten (Predictive Maintenance) unvorhergesehene Ausfälle vermeiden. In Windparks errechnen vernetzte Windkraftgetriebe anhand der verfügbaren Daten jederzeit den optimalen Betriebsmodus. Nutzer der ZF Cloud können externe Informationen einbeziehen und sie auf einem geschützten Bereich speichern. Auch die ZF-eigene Telematikplattform Openmatics ist mit der ZF Cloud vernetzt. (ig)

Anzeige

Smarte Maschinen im Einsatz

Konferenz „Smarte Maschinen im Einsatz – Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ am 15. Oktober 2019

Konradin Industrie

Titelbild QUALITY ENGINEERING P2
Ausgabe
P2.2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de