Autonomes Fahren

Intelligent, vernetzt und serienreif

Da die Serienproduktion der ZF ProAI innerhalb der nächsten zwölf Monate beginnt, ist sie der einzige automobiltaugliche KI-fähige Supercomputer, der den ehrgeizigen Zeitplan von NIVIDIA für die Einführung des DRIVE AutoPilot von Anfang an erfüllen kann. Bild: ZF
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Auf der diesjährigen CES stellte ZF eine Reihe von serienreifen Technologien vor, die dazu beitragen werden, das autonome Fahren im öffentlichen Verkehr Realität werden zu lassen. Weltpremiere feierte ZF ProAI RoboThink, der leistungsstärkste KI-fähige Supercomputer, der allen Anforderungen für den Automotive-Einsatz gerecht wird. In Kombination mit dem umfangreichen ZF-Sensorset kann die ZF ProAI auch komplexe Verkehrssituationen in Echtzeit analysieren, darauf reagieren und ermöglicht so auch autonome Mobility-as-a-Service-Anwendungen.

Vollständig vernetzte Systemlösungen auf Basis der ZF-Cloud verbinden dabei Fahrzeuge mit dem Internet der Dinge – und damit auch mit Kundenanwendungen wie Bezahlsystemen oder Ride-Hailing-Angeboten. Ein autonomes Robo-Taxi mit ZF-Technik gibt einen Ausblick auf neue Mobilitätsformen. Die Kooperation mit dem französischen Mobilitätsanbieter Transdev unterstreicht dabei die Marktreife der Lösungen von ZF und die Bereitschaft des Technologiekonzerns, die „Next Generation Mobility“ zu gestalten.

„Wir stellen heute mit der ZF ProAI RoboThink den leistungsstärksten KI-fähigen Supercomputer vor, den die Mobilitätsbranche derzeit zu bieten hat”, erklärt Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. „Mit seinem einzigartigen Konzept in Bezug auf Flexibilität, Modularität und Skalierbarkeit beschleunigt unsere Plattform die Entwicklung von neuen Mobilitätskonzepten, um Menschen und Güter autonom zu bewegen.“

Car-to-X-Kommunikation in Echtzeit

Eine Leistung von bis zu 600 Billionen Rechenschritten pro Sekunde (600 Tera-OPS) katapultiert die ZF ProAI RoboThink an die Pole Position der Supercomputer, die sämtliche Automotive-Anforderungen erfüllen. Dank dieser Rechenleistung ist die Steuerbox in der Lage, den Datenstrom von internen und externen Sensoren, cloudbasierten Input und Car-to-X-Kommunikation in Echtzeit zu vernetzen und zu verarbeiten. Damit ist sie mit allem ausgestattet, um autonome Fahrzeuge ab Level 4 im öffentlichen Verkehr sicher betreiben zu können – eine Voraussetzung, um künftige Anwendungsszenarien wie etwa Ride-Hailing-Dienste zu unterstützen; von ausgewiesenen Flächen mit fest definierten Routen wie Firmen- oder Campusgeländen bis hin zu deutlich komplexeren Umfeldern im öffentlichen Straßenverkehr.

Im Zuge dieser Entwicklung stellte ZF auf der CES auch einen eigenen Software-Stack für neue Mobilitätskonzepte vor. Zusammen mit der ProAI RoboThink und dem umfassenden Sensorset bietet ZF damit ein vollintegriertes System für autonome Fahrzeuge, das von neuen Mobilitätsanbietern übernommen und eingesetzt werden kann.

Die für Mobility-as-a-Service-Lösungen entscheidende Rechenleistung der ZF ProAI RoboThink und der Ansatz der offenen, flexiblen, modularen und skalierbaren Konfigurierbarkeit der ZF ProAI-Plattform insgesamt befreit Kunden von vordefinierten oder geschlossenen Hard- und Softwarekombinationen: So zählen zu den weiteren Vorteilen nicht nur die Freiheit, Chipsätze verschiedener Hersteller zu verwenden, sondern auch die Möglichkeit, die Software an die individuellen Bedürfnisse der Kunden anzupassen.

NVIDIA DRIVE Autopilot feiert Premiere auf ZF ProAI

Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der ZF ProAI überzeugte NVIDIA, ZF als einen seiner bevorzugten Partner für die Einführung des neuen Level2+ NVIDIA DRIVE AutoPilot zu benennen. Da die Serienproduktion der ZF ProAI innerhalb der nächsten zwölf Monate beginnt, ist sie der einzige automobiltaugliche KI-fähige Supercomputer, der den ehrgeizigen Zeitplan von NIVIDIA für die Einführung des DRIVE AutoPilot von Anfang an erfüllen kann. Wolf-Henning Scheider erläutert: „Wir bieten aktuell den Vorteil, einen automotive-fähigen Supercomputer anzubieten, der demnächst in Serie produziert wird. Unsere offene, flexible, modulare und skalierbare ZF ProAI-Produktfamilie ermöglicht dabei die individuell passende Konfiguration für eine Vielzahl von Anwendungen und über alle Stufen des automatisierten Fahrens hinweg.“

e.GO People Mover kommt 2019, Transdev ist Kunde

Weiteres CES-Highlight von ZF war der e.GO People Mover, der in dem gemeinsamen Joint Venture e.GO Moove mit dem deutschen Start-up e.GO Mobile AG entwickelt und vertrieben wird. Die Produktion in Deutschland wird bereits heute mit dem Ziel ausgebaut, fünfstellige Stückzahlen pro Jahr zu fertigen. Das Konzept und die Verfügbarkeit des e.GO People Mover haben weltweit großes Interesse bei Mobilitätsanbietern und Städten geweckt – nun gaben ZF und die e.GO Moove GmbH auch einen Kunden bekannt und werden mit Transdev, einem der führenden internationalen Mobilitätsanbietern mit täglich 11 Millionen Kunden, zusammenarbeiten, um das Mobility-as-a-Service-Geschäft auf Basis des e.GO People Mover weiter auszubauen.

Mobilitätslösungen mit autonomen Fahrzeugen ergänzen

Yann Leriche, CEO von Transdev Nordamerika und Leiter Autonomous Transportation Systems, kommentiert: „Wir sind davon überzeugt, dass der öffentliche Nahverkehr das erste Segment sein wird, für das echte autonome Dienste für die Allgemeinheit entwickelt werden. Die Kooperation mit ZF und e.GO ist eine hervorragende Gelegenheit, unsere bestehenden Mobilitätslösungen mit neuen autonomen Fahrzeugen zu ergänzen, um unseren Kunden noch bessere Lösungen bieten zu können.“

Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG: „Wir entwickeln mit dem e.GO Mover den weltweit ersten elektrischen Kleinbus mit voller Straßenzulassung. Damit leisten wir mit unseren Partnern einen Beitrag zur Lösung der aktuellen Herausforderungen der innerstädtischen Mobilitätsfragestellungen. Diese wird zukünftig vor allem durch elektrische, lokal emissionsfreie und hochautomatisierte Fahrzeuge charakterisiert.“

„Next Generation Mobility“-Lösungen

Die Leistungsfähigkeit von ZF in diesem Umfeld beweist das Ride-Hailing-Innovationsfahrzeug, das auf der CES vorgestellt wird: ein voll funktionsfähiger Technologieträger, der den kompletten Systemansatz von ZF für „Next Generation Mobility“-Lösungen abdeckt. Ohne Lenkrad und Pedale vereint das Fahrzeug Sensortechnologie, Rechenleistung, Connectivity-Lösungen, mechatronische Aktuatorik sowie Sicherheitssysteme unter einem Dach und liefert damit alle wesentlichen Elemente für ein „Autonomous Ride-Hailing powered by ZF“. Dieses einzigartige Paket ist insbesondere für neue Automobilkunden, die Robo-Taxis entwickeln, eine große Chance.

„Unsere Systemlösungen für den Ride-Hailing-Van oder den e.GO People Mover zeigen bereits heute, wie wir die Mobilität der nächsten Generation gestalten“, sagt Wolf-Henning Scheider. „Noch wichtiger ist, dass die in den Fahrzeugen eingesetzten Technologien die Automobilindustrie einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu einer sauberen, sicheren und erschwinglichen individuellen und öffentlichen Mobilität für alle bringt.“ Mit den leistungsstarken Zentralrechnern der ZF ProAI-Produktfamilie, dem umfangreichen ZF-Sensorset und den Möglichkeiten der ZF IoT-Plattform hat ZF die Weichen gestellt, um die „Next Generation Mobility“ zu gestalten. (ig)

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