Digitale Transformation

Interdisziplinäres Konsortium rüstet Industrieunternehmen für das digitale Zeitalter

Die Manutelligence Plattform kombiniert große Datenmengen mit umfassenden Simulationstools. Ziel ist es, den Produktionszyklus mit dem Servicezyklus zu verknüpfen und zu optimieren. Bild: Internet4Things
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Das EU-Projekt Manutelligence stellt Industrieunternehmen eine IoT-basierte Plattform zur Verfügung und vereinfacht auf diese Weise die Entwicklung von Produkten und Services im digitalen Zeitalter. Es besteht aus einem Konsortium von 12 Unternehmen, darunter Holonix, Dassault Systèmes, D’Appolonia und Balance Technology als Technologie- und Beratungspartner, Ferrari, Meyer Turku, Lindbäcks und Fundació CIM als Industriepartner, und Politecnico di Milano, SUPSI, VTT und BIBA als Bildungspartner. Der Koordinator ist der französische Konzern Dassault Systèmes, der auf PLM und 3D CAD spezialisiert ist.

Die Manutelligence Plattform kombiniert große Datenmengen mit umfassenden Simulationstools. Ziel ist es, den Produktionszyklus mit dem Servicezyklus zu verknüpfen und zu optimieren. Die Cloud-Plattform integriert die PLM- und CAD-Systeme (von Dessault Systèmes) mit IoT-Lösungen (von Holonix), um zu analysieren, wie Produkte von Ingenieuren entwickelt und von Kunden genutzt werden. Weiterhin werden Umweltwirkungen (LCA – von SUPSI) und Kosten (LCC – von Balance) entlang des Lebenszyklus berechnet. Dies ermöglicht eine nachhaltige und integrierte Entwicklung von Produkten und Services. Zugleich vereinfacht es die Kollaboration zwischen diversen Unternehmensbereichen.

Gefördert wird Manutelligence durch das EU-Programm Horizont 2020, das der Förderung von Forschung und Innovation dient, und insbesondere die produzierende Industrie bei ihrer Entwicklung hinein ins digitale Zeitalter unterstützt. Das dreijährige Projekt wird mit Ende seiner Laufzeit Anfang 2018 eine Reihe positiver Ergebnisse verzeichnen. Vier Anwendungsfälle aus den Bereichen Automotive, Schifffahrt, modulare Architektur und additive Fertigung veranschaulichen bisherige Erfolge.

In einem ersten Pilotprojekt wurde die Manutelligence Plattform bei dem Autohersteller Ferrari eingesetzt, um das Fahrzeugdesign zu verbessern und das Fahrerlebnis zu optimieren. Die Plattform wurde im FXX-Programm mit den FXX K-Modellen eingesetzt, um einen kontinuierlichen Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen und den Design- und Ingenieursabteilungen zu gewährleisten. Dank der kontinuierlichen Datenauswertung ist Ferrari besser in der Lage, die Design- und Produktionsphasen zu verwalten.

Kollaborative Innovationsworkshops

Ein weiteres Pilotprojekt kommt von FundacioCim, einem An-Institut der Universitat Politècnica de Catalunya – Barcelona Tech (UPC) mit Fokus auf Ingenieur- und Technologiemanagement, welches 3D-Drucker für eine Reihe kollaborativer Innovationsworkshops namens „FabLab“ in Barcelona zu Verfügung stellt. Im Rahmen der FabLabs wurde die IoT-basierte Holonix i-LiKe Applikation auf den Druckern installiert, welche Daten über die Prozesse und Abläufe der Drucker sammelt und an die Holonix-Plattform übermittelt. Weiterhin wurde Software Lösungen integriert, die Kosten (LCC – von Balance) und Umweltwirkungen (LCA – von SUPSI) berechnen. Anhand der Echtzeitdaten können Anwender direktes Feedback zu Prozessen und Ergebnissen geben, um diese kontinuierlich zu verbessern.

In allen Anwendungsfällen wurde ein IoT-Gateway mit den Produkten gekoppelt, der Sensordaten lesen und in die Holonix-Cloud senden kann, wo die Daten von Holonix verwaltet werden. Designer und Ingenieure sind dann in der Lage, die Daten unter Einhaltung von Datenschutz- und Vertraulichkeitsregelungen einzusehen, um den durchschnittlichen Gebrauch der Produkte unter realen Arbeitsbedingungen zu untersuchen. Somit können Services besser auf die Konsumenten angepasst werden. Diese haben über eine App die Möglichkeit, ihre Produkte anzusehen und zu verwalten (beispielsweise Automobilnutzdaten, 3D-Drucker Fernüberwachung und Störungsmeldung). (ig)

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