Arbeitsmarkt

Millennials wollen vor allem bei zukunftsorientierten Unternehmen mit klarem Profil arbeiten

Laut Studie lassen sich die Millennials in vier verschiedene Typen unterteilen: Stabilitäts-, Herausforderungs-, Sinn- und Prestigesucher. Bild: UBS
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Millennials wünschen sich vor allem innovative Arbeitgeber mit einem klaren Profil. Das geht aus einer Befragung der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) unter mehr als 1.100 Top-Talenten in Deutschland und Österreich hervor – darunter Schüler, Studenten und Young Professionals. „Im Wettbewerb um die Top-Talente von morgen müssen Unternehmen ihr Profil schärfen und Wege finden, ihre Innovationskraft zu zeigen“, erklärt BCG-Partner und Recruiting-Chef Philipp Jostarndt. „Gerade in Konkurrenz mit den großen Technologiefirmen gibt es keine Alternative, als diese Themen anzugehen.“

Die Studie belegt, dass sich knapp 70 Prozent der Top-Talente einen Arbeitgeber mit einem klaren Profil wünschen. Etwa 70 Prozent legen zudem Wert darauf, dass Unternehmen als innovativ gelten. Ein weiteres Ergebnis: Für knapp 60 Prozent sind gute persönliche Kontakte und Erfahrungen bei der Jobwahl ausschlaggebend. Zudem wünschen sich drei Viertel der Befragten einen klaren Einblick in den Berufsalltag. „Für Arbeitgeber wird es wichtiger, möglichst früh Kontakt zu den Top-Talenten aufzubauen – etwa über Praktika, Studentenjobs oder Recruiting-Events –, um sie genau dann abzuholen, wenn sie berufliche Orientierung suchen“, so Jostarndt.

Millennial-Ansprüche variieren: Stabilität, Herausforderung, Sinn, Prestige

Laut Studie lassen sich die Millennials in vier verschiedene Typen unterteilen: Stabilitäts-, Herausforderungs-, Sinn- und Prestigesucher. 30 Prozent der Befragten suchen im Job vor allem Prestige; ein hohes Gehalt und gute Karrierechancen stehen für sie im Fokus. Für die Sinnsucher (28 Prozent) sind attraktive Aufgaben wichtig – jedoch nicht auf Kosten ihres Privatlebens. Die Stabilitätssucher machen 22 Prozent der Top-Talente aus. Für sie haben Jobsicherheit, ein gutes Gehalt und ein gesunder Mix aus Arbeits- und Privatleben oberste Priorität. 20 Prozent der Befragten hingegen suchen vor allem Herausforderungen im Job und setzen fordernde und attraktive Aufgaben an die oberste Stelle. „Personalverantwortliche sprechen gern von der ‚Generation Y‘“, sagt BCG-Partner und Recruiting-Chef Philipp Jostarndt. „Unsere Ergebnisse zeigen aber, dass man Top-Talente nicht über einen Kamm scheren kann. Ihre Wünsche und Bedürfnisse klaffen weit auseinander.“

BCG rekrutiert mit mobiler Bewerber-App und neuer Kampagne

BCG hat die Analyse genutzt, um ihre eigenen Recruiting-Prozesse unter die Lupe zu nehmen und neue Maßnahmen zu entwickeln, um Top-Talente künftig noch besser zu erreichen. So hat BCG die mobile App „BCGYOU“ entwickelt, die Bewerber künftig an allen Kontaktpunkten mit personalisierten Informationen versorgt – vom Vorstellungsgespräch bis zum ersten Arbeitstag. Zudem pilotiert BCG eine neue Employer-Branding-Kampagne, mit der die Strategieberatung ihr Profil schärft. Unter dem Slogan „Welcome to the Group“ stellt die Kampagne das Gemeinschaftsgefühl in den Mittelpunkt. „Was uns als Unternehmen ausmacht, ist das ‚G‘ in BCG: die Group, in der jeder Einzelne sein Potenzial voll ausschöpfen kann“, erklärt Jostarndt. „Dieser Gedanke ist tief in unserer DNA verankert. Mit der Kampagne möchten wir ihn noch stärker hervorheben.“

Der Kampagnenpilot erreicht junge Talente durch Print- und Digitalanzeigen, in den sozialen Medien und an den Hochschulen. Die Motive haben verschiedene Fokusthemen: Digitalexperten, Frauenförderung oder MINT-Studierende (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). BCG hat den Piloten zusammen mit der Kreativagentur Heimat entwickelt.

Mehr als 500 Neueinstellungen in Deutschland und Österreich

BCG verfolgt jedes Jahr sehr ambitionierte Ziele im Recruiting. 2018 stellt die Strategieberatung erneut mehr als 500 neue Mitarbeiter ein, davon rund zwei Drittel Berater. Dabei setzt BCG vor allem auf Innovationskraft durch Digital & Analytics und Vielfalt. So sind mittlerweile knapp ein Viertel der Neueinstellungen spezialisiert auf den Bereich Digital & Analytics. Zudem liegt der Frauenanteil unter den Einsteigern bei rund 35 Prozent – mit weiter steigender Tendenz. „Wer Innovationen entwickeln will, muss Vielfalt fördern. Wir brauchen junge Top-Talente mit unterschiedlichen Kenntnissen und Perspektiven. Daher gehen wir neue Wege im Recruiting und treten künftig mit einem Profil auf, das klare Kante zeigt“, erklärt Philipp Jostarndt. (ig)

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