Personalisierte Produkte zu Kosten der Massenproduktion

Stückzahl Eins

Personalisierte Produkte zu Kosten der Massenproduktion

rodukte auf Wunsch und nach Bedarf des Kunden so zu individualisieren, dass sie in der „Stückzahl Eins“ zu Kosten der Massenproduktion hergestellt werden können, klingt paradox. Aber genau dieses Ziel hat sich das Leistungszentrum Mass Personalization gesteckt. Bild: dpa
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Anfang Mai stellten die Fraunhofer-Gesellschaft und die Universität Stuttgart das „Leistungszentrum Mass Personalization“ geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vor. Das Leistungszentrum erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Prozesse, Produktionssysteme bis hin zu Geschäftsmodellen zur Herstellung personalisierter Produkte. Schirmherren der Veranstaltung sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Produkte auf Wunsch und nach Bedarf des Kunden so zu individualisieren, dass sie in der „Stückzahl Eins“ zu Kosten der Massenproduktion hergestellt werden können, klingt paradox. Aber genau dieses Ziel hat sich das Leistungszentrum Mass Personalization gesteckt. Mit personalisierten Produkten soll eine neue Geschäftsbeziehung Business-to-User (B2U) entwickelt werden. „Individualisierung gilt als Megatrend in der Gesellschaft. Dazu gehört auch die Personalisierung von Produkten und Dienstleistungen, die wir zunehmend beobachten“, meint Professor Wilhelm Bauer, Institutsleiter des Fraunhofer IAO und Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart. Massenpersonalisierung und B2U ermöglichten dabei ganz neue Geschäftsmodelle. Das sei eine Chance für die Unternehmen in Baden-Württemberg, neue Märkte zu erschließen.

Vom Konsumenten zum Prosumenten

Waren die klassischen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (Business-to-Business) und der Produktion von Massenwaren für Konsumenten (Business-to-Consumer) geprägt, beeinflussen künftig die Nutzer immer stärker die Produktgestaltung. Sie werden von Konsumenten zu sogenannten Prosumenten und so aktiv in die Wertschöpfung integriert (Business-to-User).

Mass Personalization beinhaltet insofern eine umfassende Neuausrichtung der Produktentstehung, die vom Aufbau eines ganzheitlichen Nutzerverständnisses bis zur nahtlosen Umsetzung in personalisierte Produkte und Dienstleistungen reicht. „Die Fähigkeit, personalisierte Produkte in Stückzahl eins zu Kosten eines Massenprodukts und unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit zu entwickeln, zu designen und herzustellen, ist die zentrale Herausforderung“, weiß Professor Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA und Leiter des Instituts für industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart. „Unser Konzept hat drei Bedürfnisfelder identifiziert, von denen wir glauben, dass sie zukünftig eine zentrale Rolle spielen werden: Mobilität, Gesundheit und Wohnen“. (ig)

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