Digitale Überwachungslösung

„Ready for take off“ mit intelligenter Sensortechnik

ang gaben Materialproben Aufschluss über den Gebäudezustand. Eine aufwendige und meist mit einer Zerstörung verbundene Methode. Bild: Telekom
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Der Flughafen Düsseldorf ist eines der wichtigsten deutschen Drehkreuze für den internationalen Luftverkehr. Digitale Maßnahmen sollen künftig zur erfolgreichen Abfertigung der über 24 Millionen Fluggäste pro Jahr beitragen. Intakte und verlässlich belastbare Verkehrswege und Bauinfrastrukturen sind dafür die Basis. Der Flughafen arbeitet gemeinsam mit der Telekom und ihrem Partner B52 Sicherheitssysteme an einer digitalen Überwachungslösung für Brücken, Tunnel, Gebäude und anderen Infrastrukturobjekten aus Beton.

Ein neuralgischer Punkt für den reibungslosen Ablauf des Flugbetriebs ist die Zufahrt zum Tanklager des Flughafens. Das Lager ist nur über eine Brücke erreichbar. Über 120 Tankkraftwagen mit je 30.000 Litern Kerosin pendeln täglich zwischen Rollfeld und den Tankbehältern über diesen schmalen Straßenabschnitt. Diese enorme Belastung führt langfristig zur Ermüdung des Materials. Mit dem Internet der Dinge (kurz: IoT) vernetzte Sensoren erkennen vorab drohende Materialschäden. Das vermeidet Engpässe bei der Kerosinversorgung der Flugzeuge. 50 Sensoren in der Fahrbahnoberfläche und den Brückenkappen messen Temperatur, Feuchtigkeit und Korrosion. Diese Sensordaten weisen auf kritische Zustände oder irreparable Schäden in den Betonstrukturen hin. Der Datenaustausch erfolgt über das Maschinen- und Sensoren-Netz (NarrowBand-IoT) der Telekom nahezu in Echtzeit.

Verkehrsinfrastruktur wird intelligent

„Bislang gaben Materialproben Aufschluss über den Gebäudezustand. Eine aufwendige und meist mit einer Zerstörung verbundene Methode“, erklärt Michael Hohenecker, Leiter Datenmanagement und Bauwerksprüfung im Geschäftsbereich Real Estate Management des Düsseldorfer Flughafens. „Wir haben hier am zentralen Tanklager ein Nadelöhr. Die digitale Lösung soll uns vor unvorhersehbaren Schäden der Zufahrt und damit verbundenen Störungen im Tankbetrieb bewahren.“

Weitere Straßenbauwerke rund um den Düsseldorfer Flughafen sollen nach und nach ebenfalls mit Sensoren ausgestattet werden. Diese haben eine Lebenszeit von bis zu 70 Jahren. Sie können einfach und schnell in neue Bauprojekte installiert oder in vorhandene Betonstrukturen nachgerüstet werden.

Ideale Basis für die Datenverarbeitung

„Der Düsseldorfer Flughafen ist einer der Pioniere in Deutschland, die die IoT-Technologie für ihre Straßenbauwerke am Flughafen einsetzen“, sagt Ingo Hofacker. Er verantwortet das IoT-Geschäft bei der Telekom. „Die Vernetzung der Verkehrsinfrastruktur wird immer wichtiger. Das neue Maschinen- und Sensoren-Netz ist die ideale Basis für die Datenübertragung“.

Ein weiterer Einsatzort der Sensoren von BS2 Sicherheitssysteme befindet sich am Autobahnkreuz, wo die Bundesanstalt für Straßenwesen auf ihrem Testgelände ebenfalls die Sensoren gemeinsam mit dem Maschinen- und Sensoren-Netz der Telekom erprobt. BS2 Sicherheitssysteme geht aus der Startup-Schmiede hub:raum der Telekom hervor. (ig)

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