Märkte & Zahlen

Chemie-Industrie: Starkes Wachstum im Schlussquartal

Für 2018 rechnet der VCI mit einem kräftigen Produktionswachstum von 3,5 Prozent. Bild: chemie.de
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Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das Jahr 2017 mit einem unerwartet starken vierten Quartal beendet. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Alle Sparten in Deutschlands drittgrößter Branche konnten demnach ihre Produktion von Oktober bis Dezember ausweiten. Die Erzeugerpreise legten leicht zu. Dadurch stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast zweistellig. Die Unternehmen konnten nicht nur im Inland den Absatz steigern. Auch in Europa und Asien liefen die Geschäfte sehr gut. Das starke Schlussquartal sorgte für eine positive Gesamtbilanz 2017.

„Die Chemie ist mit Rückenwind ins neue Jahr gestartet“, freut sich VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. Die Betriebe rechneten auch für 2018 mit guten Geschäften. Trotzdem seien bessere Bedingungen für Innovationen und Investitionen gefragt, damit die Industrie weiter wettbewerbsfähig bleibe. Wichtige Bausteine dafür seien eine steuerliche Forschungsförderung und die alternative Finanzierung der Energiewende. Für 2018 rechnet der VCI mit einem kräftigen Produktionswachstum von 3,5 Prozent. Die Chemikalienpreise werden voraussichtlich um 1 Prozent steigen. Der Branchenumsatz sollte dadurch um 4,5 Prozent auf gut 204 Milliarden Euro zulegen.

Leichter Rückgang im dritten Quartal

Die Chemieproduktion ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr produzierten die Unternehmen 7,3 Prozent mehr. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen betrug 85,1 Prozent und lag damit zum vierten Mal in Folge über dem langjährigen Durchschnitt. Die Preise für Chemieprodukte sind nach einem leichten Rückgang im dritten Quartal von Oktober bis Dezember wieder gestiegen. Chemikalien waren 0,3 Prozent teurer als im Vorquartal und kosteten 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Branchenumsatz ist im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 2,6 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Vorjahreszeitraum wurde dank der starken Industriekonjunktur im In- und Ausland und der wachsenden Nachfrage nach Chemieprodukten um 9,5 Prozent übertroffen. Die Chemieunternehmen in Deutschland haben im vierten Quartal 2017 die Beschäftigung weiter ausgebaut. In der Branche arbeiten aktuell 453.770 Menschen. Das sind 1,5 Prozent mehr Arbeitskräfte als ein Jahr zuvor. (ig)

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