Anwenderverein

Weltweite Nutzerorganisation für offene IoT-Plattform MindSphere gegründet

. Im Rahmen des Vereins könne man nun außerdem mit anderen Nutzern darüber diskutieren, wie disruptive Technologien die Wirtschaft im Allgemeinen veränderten und welche Geschäftspotenziale für IoT-basierte Lösungen sich daraus ergeben könnten. Bild: Siemens
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Gemeinsam mit 18 Partnerunternehmen gründet die Siemens AG die weltweite Anwenderorganisation „MindSphere World“ für das Cloud-basierte, offene IoT-Betriebssystem MindSphere. Ziel ist es, das Ökosystem rund um die Plattform weltweit auszubauen. Zudem soll der Verein die einzelnen Mitglieder bei der Entwicklung und Optimierung von IoT-Lösungen auf MindSphere sowie der Erschließung neuer Märkte in der digitalen Wirtschaft unterstützen. Dazu gehören Vorschläge zu Anforderungen an das IoT-Betriebssystem und Empfehlungen zur Schaffung einheitlicher Spielregeln für die Datennutzung. Der Verein fördert darüber hinaus Wissenschaft, Forschung und Lehre rund um die Plattform.

„Die Gründung von MindSphere World ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die weltweite Verbreitung des Ökosystems rund um MindSphere als offene IoT-Plattform zu fördern“, kommentiert Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Das breite Know-how und Angebot aller Partner eröffne Anwendern weltweit völlig neue Potenziale in der Digitalisierung. Jan Mrosik, Vorstandsvorsitzender von MindSphere World und CEO der Siemens-Division Digital Factory, ergänzt: „Wir wollen mit einer Community von Industrie- und IT-Unternehmen jeder Größe und Branche sowie Start-Ups weltweit ein Ökosystem basierend auf MindSphere etablieren und vorantreiben. Zu diesem Zweck schließen sich die Vereinsmitglieder – zunächst in Deutschland und im nächsten Schritt auch auf internationaler Ebene zusammen.“

Die Mitglieder des Vereins befassen sich in Ausschüssen unter anderem mit Themen wie den Anforderungen der Industrie an MindSphere, Ideen zur Daten-Governance sowie der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. „Die offene Struktur von MindSphere hat für uns als Anwender Vorteile, insbesondere durch die herstellerunabhängige Anbindung von Maschinen und Anlagen und bei der Entwicklung von Apps, erklärt Bruno Geiger, Mitglied des Vorstands von MindSphere World und COO/CTO von Eisenmann. Im Rahmen des Vereins könne man nun außerdem mit anderen Nutzern darüber diskutieren, wie disruptive Technologien die Wirtschaft im Allgemeinen veränderten und welche Geschäftspotenziale für IoT-basierte Lösungen sich daraus ergeben könnten.

„Für den Aufbau eines weltweiten Ökosystems spielt die Entwicklung von Standards eine entscheidende Rolle. Daher werden die Mitglieder gemeinsam Empfehlungen für Standards für MindSphere-basierte Anwendungen erarbeiten“, verspricht Andreas Oroszi, Mitglied des Vorstands von MindSphere World und Senior Vice President Digital Business von Festo. Zudem würden Lösungsvorschläge erstellt, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen MindSphere-basierten Lösungen zu ermöglichen.

Jedes Vereinsmitglied kann mitgestalten

„Als Nutzer stehen wir alle vor ähnlichen Herausforderungen: Dazu zählen die Daten Governance, also Zugang, Nutzung und Verwertung von Daten, oder auch die App-Architektur sowie die einheitliche Verwendung von MindSphere-Komponenten“, erläutert Michael Haag, Mitglied des Beirats von MindSphere World und Senior Vice President R&D von Kuka. Diese könne jedes Vereinsmitglied fortan mitgestalten und seine spezifischen Anforderungen mit einbringen.

Zu den Gründungsmitgliedern von „MindSphere World“ gehören neben der Siemens AG die Unternehmen:

  • ASM Assembly Systems GmbH & Co. KG
  • Chiron Group SE
  • Eisenmann SE
  • Festo AG & Co. KG
  • Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
  • Grob-Werke GmbH & Co. KG
  • Heitec AG
  • Index-Werke GmbH & Co. KG
  • J. Schmalz GmbH
  • Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG
  • Kolbus GmbH & Co. KG
  • Kuka Aktiengesellschaft
  • FFG Europe & Americas (MAG IAS GmbH)
  • Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG
  • Rittal GmbH & Co. KG
  • Sick AG
  • Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG
  • Michael Weinig AG

Die Gründungsveranstaltung der MindSphere World fand im neu eröffneten „MindSphere OpenSpace“ statt, einem Teil der neuen Dependance der Factory Berlin. Auf über 13.000 Quadratmetern Bürofläche bringt die von der Bundesregierung, Siemens und weiteren Unternehmen geförderte Factory Berlin etablierte Technologieunternehmen mit Entwicklern und Startups zusammen. Inhaltlicher Schwerpunkt des Startup-Campus ist das Internet of Things. Der „MindSphere OpenSpace“ schafft im Zeitalter der Digitalisierung die Voraussetzungen für die MindSphere World-Mitglieder und andere Anwender wie Startups, die Entwicklung von Apps und digitalen Services sowie die Erschließung neuer Märkte voranzutreiben. (ig)

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