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Internationale maritime Energiewende

Umweltschutz
Startschuss für die internationale maritime Energiewende

Vertreter aus mehr als 100 Ländern beschlossen am 13. April eine Strategie zur CO2-Reduktion, die nach Ansicht des VDMA ambitioniert ist vor dem Hintergrund der prognostizierten, kräftigen Steigerungen des Schiffverkehrs in den kommenden Dekaden. Bild: Next Mobility
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Die Treibhausgasemissionen in der internationalen Schifffahrt sollen – verglichen mit dem Jahr 2008 – bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent sinken. Darauf hat sich der Umweltausschuss der Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) geeinigt. Vertreter aus mehr als 100 Ländern haben an diesem Beschluss mitgewirkt.

„Die IMO hat damit eine historische Entscheidung getroffen, um der Verantwortung der maritimen Wirtschaft für das Klima gerecht zu werden“, kommentiert Peter Müller-Baum, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Motoren und Systeme. „Eine Reduktion um 50 Prozent ist zwar weniger, als manche Staaten gefordert hatten, aber mehr, als andere zu geben bereit waren“. Insofern habe die IMO einen tragfähigen Kompromiss erreicht, der als Startschuss für eine maritime Energiewende auf internationalem Level diene. Aufgabe des neuen maritimen Koordinators der Bundesregierung, Norbert Brackmann, müsse es daher sein, die vom Wirtschaftsministerium unterstützte maritime Energiewende auf europäischer, beziehungsweise internationaler Ebene zu verankern.

Vertreter aus mehr als 100 Ländern beschlossen am 13. April diese Strategie zur CO2-Reduktion, die nach Ansicht des VDMA ambitioniert ist vor dem Hintergrund der prognostizierten, kräftigen Steigerungen des Schiffverkehrs in den kommenden Dekaden. Zudem ist die angepeilte Halbierung als Mindestlösung formuliert. Damit werden die Ideen möglicher regionaler Regulierungen obsolet. Umso wichtiger ist es, dass sich die internationale Gemeinschaft nun schnellstmöglich auf konkrete Maßnahmen verständigt, wie diese Ziele erreicht werden können. „Rechtlich ist nun verankert, was bereits offenkundig war: Die Schifffahrt wird künftig nicht ohne künstliche Kraftstoffe auskommen“, erläutert Müller-Baum.

Zeit für die maritime Energiewende

Der VDMA sieht eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die internationale Schifffahrt effizient Emissionen mindern und damit auch ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten kann. Da die maritime Wirtschaft ganz eigenen technologischen Anforderungen und Gesetzen unterliegt, ist beispielsweise eine direkte Elektrifizierung – wie sie für andere Bereiche des Verkehrssektors gefordert wird – in der Schifffahrt nur bedingt umsetzbar. Mittels Power-to-X Technologie ist es jedoch möglich, Kraftstoffe aus regenerativ erzeugtem Strom und CO2 synthetisch herzustellen. Über die Verwendung etwa von synthetisch hergestelltem Gas (Power-to-Gas) kann für die Schifffahrt in Zukunft so eine Abkehr von fossilen Kraftstoffen erfolgen.

Synthetische Kraftstoffe sind der Schlüssel

Diese CO2-neutralen Kraftstoffe sind daher der Schlüssel für eine maritime Energiewende.  Bereits die Verwendung von konventionellem LNG (Flüssigerdgas) reduziert den CO2-Ausstoß, vor allem aber andere Emissionen wie Schwefel, Stickoxid und Partikel. Die vom VDMA initiierte Kampagne „Maritime Energiewende“ zielt darauf ab. Um zudem das Thema Power-to-X voranzutreiben beabsichtigt der VDMA die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Power-to-X for Applications“. Ziel ist es, gemeinsam mit Industrie, Politik und Wissenschaft an zukunftsfähigen und markttauglichen Lösungen zu arbeiten für solche Branchen, in denen die direkte Elektrifizierung auf absehbare Zeit keine Lösung darstellt. (ig)


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