Startseite » Top »

Forschungsbedarf für die Produktion

Strategien & Schwerpunkte
Forschungsbedarf für die Produktion

Die Agenda konsolidiert die Interessen unterschiedlicher Industriesegmente und setzt inhaltliche Schwerpunkte für die Forschungsförderung mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2030. Bild: BMBF
Anzeige
Im Rahmen der jährlichen Kuratoriumssitzung am Fraunhofer IPA übergab Institutsleiter Thomas Bauernhansl die vom BMBF geförderte und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreute Forschungsagenda an Dr. Otto Bode vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft und Forschung wurden der Forschungsbedarf deutscher Produktionsunternehmen aus dem Bereich der Produktionstechnik bis zum Jahr 2030 ermittelt.

Die identifizierten Forschungsbedarfe sollen die Industrie dabei unterstützen, ihre Forschungsstrategien und Schwerpunkte erfolgreich auszulegen. Außerdem können sie in deutsche und europäischen Forschungsförderprogramme integriert werden. Schließlich bieten die Ergebnisse der Untersuchung Vorschläge zur Verbesserung des Innovationssystems.

Der rasche Wandel der industriellen Strukturen hat im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche Initiativen zur Stärkung und Orientierung der Produktion in Europa und insbesondere in Deutschland hervorgebracht. Hierzu zählen beispielsweise die „Plattform Industrie 4.0“ oder die „European Factories of the Future Research Association“ (EFFRA) auf europäischer Ebene. Die Initiative „European Technology Platform for Manufacturing“ (MANUFUTURE) verfasste bereits 2006 eine Vision zur Zukunft der Produktion. Ihre sogenannte »Strategic Research Agenda« betrachtet die Jahre bis 2020.

MANUFUTURE wurde in vielen europäischen Ländern aufgenommen und national ergänzt – auch in Deutschland. „Die Strategische Forschungsagenda der deutschen Initiative MANUFUTURE-DE formuliert und priorisiert aktuelle und zukünftig relevante Forschungsbedarfe deutscher Industrieunternehmen aus dem Bereich der Produktionstechnik“, erklärt Professor Bauernhansl. Die Agenda konsolidiere die Interessen unterschiedlicher Industriesegmente und setze inhaltliche Schwerpunkte für die Forschungsförderung mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2030. Weiter ziele sie auf die Verbesserung der Wettbewerbsposition der verarbeitenden Industrie insgesamt ab.

Konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Industrie

In insgesamt sieben Branchenworkshops, Onlineumfragen und rund 50 Experteninterviews ermittelten mehr als 140 Vertreter aus Industrie und Wissenschaft sowie Branchenverbände unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA prioritäre Forschungsthemen und Maßnahmen zur nachhaltigen und praxisorientierten Innovationsunterstützung. Die nach eineinhalb Jahren entstandene Forschungsagenda für die produzierende Industrie bis 2030 ist in drei strategische Säulen gegliedert und umfasst zehn Handlungsfelder, denen 35 Forschungsfelder untergeordnet sind. Insgesamt konnten 279 Forschungsthemen identifiziert und bezüglich ihres technologischen Reifegrads sowie ihrer strategischen Relevanz bewertet und zeitlich eingeordnet werden.

In einem 34-seitigen Management Summary werden die wichtigsten Ergebnisse und Forschungsbedarfe der Untersuchung herausgestellt. Dabei wird von den künftigen Herausforderungen der Industrie ausgegangen, zu deren Lösung in einem zweiten Schritt die Vision Produktion 2030 dient. Daraus lassen sich schließlich Empfehlungen für die Ausgestaltung zukünftiger Forschungsschwerpunkte ableiten, die in Empfehlungen zur Verbesserung unserer Innovationssystems münden. (ig)


Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de