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Automobilbranche ist Vorzeige-Innovationstreiber

Patente
Automobilbranche ist Vorzeige-Innovationstreiber

Bundeskanzlerin Merkel auf IAA 2019
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie; Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender Daimler AG bei der Eröffnung der IAA 2019 in Frankfurt. Bild: VDA
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Durch den hohen Forschungs-Output treibt die deutsche Autoindustrie maßgeblich die Innovationen in der Branche voran. Dies belegt der Anteil an Patentaktivitäten mit einem Anstieg auf 47 Prozent. 

Die Autobranche ist eindeutig der wichtigste Akteur bei Forschung und Entwicklung. Gemessen in Patentanmeldungen in Deutschland hat diese Branche ihren Forschungs-Output zwischen 2005 und 2016 um über 70 Prozent gesteigert. Im Aggregat der anderen Branchen ist die Patentaktivität hingegen spürbar gesunken. In der Folge ist der Anteil der Kfz-Industrie an der gesamten Patentaktivität der Wirtschaft in Deutschland von 30 auf 47 Prozent gestiegen. Diese Zahlen dokumentieren einen tiefgreifenden Wandel im inländischen Innovationsgeschehen.

Diese Zahlen mögen nachdenklich stimmen, sieht man doch die derzeit stattfindende Automesse IAA in der Klimakrise stecken. So sagte auch Kanzlerin Merkel: „Die Hauptdarsteller der Automobilbranche stecken aktuell in der größten Umbruchphase seit der Entwicklung des Autos.“ Der Klimawandel und veränderte Mobilitätsbedürfnisse, Digitalisierung un alternative Antriebe bis hin zum autonomen Fahren stellen das bisher erfolgreiche Geschäftsmodell in Frage.

Unter diesen Gesichtspunkten forschen und entwickeln Autohersteller und -zulieferer so viel wie nie zuvor – und sie melden demnach so viele Patente an wie nie zuvor. So hat die Branche im Jahr 2016 laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) rund 70 Prozent mehr Patente angemeldet als noch im Jahr 2005. Da die übrigen Wirtschaftsbranchen gleichzeitig ihre Anmeldungen um 16 Prozent zurückgefahren hätten, ist die Kfz-Industrie nun Treiber im deutschen Innovationsgeschehen:  „Sie verzeichnete zuletzt 47 Prozent aller Patentanmeldungen von Unternehmen und Forschungsinstituten. 2005 waren es gerade einmal 30 Prozent“, stellen die Studienautoren Oliver Koppel, Thomas Puls und Enno Röben heraus.

Unternehmen aus anderen Branchen, öffentlichen Forschungseinrichtungen und einzelne Tüftler haben laut der Studie dagegen in den letzten Jahren deutlich weniger Patente angemeldet als zuvor. „Ohne die Kfz-Industrie wäre die Patentleistung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren rückläufig“, so Koppel.

„Die Unternehmen haben längst erkannt, dass sie technologische Sprünge machen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt IW-Verkehrsexperte Thomas Puls. „Um diese Trends mitzumachen, sind die richtigen Weichen gestellt.“

Die Studie basiert auf Daten des Deutschen Patent- und Markenamtes und berücksichtigt keine Patenterteilungen, sondern Patentanmeldungen. Nur diese würden die aktuellen technischen Entwicklungen beinhalten, so die Autoren.


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