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Studie von Ifo-Institut und VDA: Bis 2030 könnten in der Autoindustrie 215.000 Arbeitsplätze wegfallen

Studie von Ifo-Institut und VDA
Bis 2030: In der Autoindustrie könnten 215.000 Arbeitsplätze wegfallen

Roboter bauen Auto zusammen. Studie von Ifo und VDA: Arbeitsplätze fallen weg. jeson/Adobe Stock
Nicht zuletzt wegen der Automatisierung könnten in der Autoindustrie viele Stellen wegfallen.
Bild: jeson/stock.adobe.com
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Die deutsche Automobil-Branche befindet sich im Umbruch. Die Transformation hin zu E-Mobilität könnte dabei mehr Arbeitsplätze kosten als Beschäftigte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen – die Folgen eines neuen Klimaschutzgesetzes nicht mit eingerechnet. Schon auf Basis der bisherigen Klimaschutzgesetze könnten bis 2025 mindestens 178.000 Beschäftigte betroffen sein, bis 2030 mindestens 215.000. 

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Ifo-Instituts im Auftrag des Automobilverbands VDA. Der Eintritt ins Rentenalter könne demnach einen Teil abfedern, dennoch bleibe eine Lücke im Arbeitsplatzangebot. Bis 2025 werden etwa 75.000 Beschäftigte in den Ruhestand gehen, bis 2030 etwa 147.000.

„Die Zahlen zeigen, welche enorme Herausforderung bei der Anpassung vor allem bis zum Jahr 2025 vor uns stehen“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Bis 2030 können mehr als 200.000 Arbeitsplätze gerade in der mittelständischen Zulieferindustrie wegfallen, die unter den aktuellen Bedingungen nicht neu geschaffen werden können.“

Außerdem falle Deutschland im internationalen Standort-Wettbewerb immer weiter zurück. Die Gründe laut Müller: hohe Steuern und Abgaben, hohe Energiekosten und mangelnde Investitionen in die Bildung.

„Wir sind ins Hintertreffen geraten und haben Rahmenbedingungen, die weder Innovation noch Investitionen ausreichend fördern. Wir müssen die Chance nutzen unsere Klimapolitik mit Innovationen und Technologie-Offenheit zum Wachstums- und Jobmotor zu machen, nur so kommt Deutschland wieder an die Spitze und kann Beschäftigung sichern“, so die VDA-Präsidentin.

Autoindustrie setzt auf E-Mobilität, Wasserstoff und eFuels

Sowohl in Deutschland als auch in Europa stehen entscheidende klimapolitische Entscheidungen an. Müller fordert hier eine klare Gesetzesfolgen-Abschätzung, Technologieoffenheit und Innovationen, damit die Herausforderungen am effizientesten bewältigt werden können. Neben hohen Investitionen in die E-Mobilität setze man daher auch auf Wasserstoff und eFuels. Müller sieht hier „große Potenziale für Innovationen und Beschäftigung“. Ein weiteres Plus aus Sicht der VDA-Chefin: Auch Verbrennungsmotoren könnten so klimaneutral betrieben werden. „Unsere Unternehmen treiben die Transformation – mit Überzeugung und mit Kreativität. Die Politik sollte diese Chancen erkennen“, sagt Müller.

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Von den 75.000 Beschäftigten in der Produktion, die laut Ifo-Studie 2025 in Rente gehen werden, arbeiten rund 39.000 direkt im Fahrzeugbau, die übrigen in der Herstellung von Teilen. Doch im Jahre 2025 wären mindestens 178.000 Beschäftigte von der Transformation zum Elektromotor betroffen, das heißt in der Herstellung von Produktgruppen tätig, die direkt oder indirekt vom Verbrenner abhängen – 137.000 davon direkt in der Autoindustrie. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass die Produktion von Autos mit Verbrennern so stark zurückgeht, wie es die Klimaregulierung derzeit erfordert.

Von den 147.000 Produktions-Beschäftigten, die bis 2030 in den Ruhestand gehen, arbeiten rund 73.000 im Fahrzeugbau; aber mindestens 215.000, davon 165.000 direkt in der Automobilindustrie, arbeiten in der Herstellung von Produkten mit Bezug zum Verbrennungsmotor.

„Gerade in Zeiten der Transformation sollte es das Ziel jeder Regierung sein, im internationalen Standortwettbewerb an der Spitze zu stehen, damit Produktion, Beschäftigung und Wohlstand hierzulande und nicht woanders entstehen“, so Müller. (wag)


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