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Continental-Mobilitätsstudie 2020: Sharing und Hailing sind Randphänomene

Mobilität
Continental-Mobilitätsstudie 2020: Sharing und Hailing sind Randphänomene

Car-Sharing: Noch nicht jedermanns Sache. Bild: scharfsinn86/Adobe Stock
Laut Continental-Mobilitätsstudie ist Car-Sharing noch weit vom Mainstream entfernt.
Bild: scharfsinn86/stock. adobe.com
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Die Corona-Pandemie verändert weltweit das Mobilitäts-Verhalten. Immer mehr Menschen nutzen ihr eigenes Fahrzeug, die Boom-Themen der vergangenen Jahre,  Sharing- oder Hailing, erleben einen Einbruch. Deutschland, Frankreich, die USA und Japan bleiben klassischen Mobilitäts-Konzepten treu: Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen (Sharing) oder das spontane „Herbeiwinken“ (Hailing) spielt in den vier Ländern nahezu keine Rolle.

In China nutzt immerhin jeder Zehnte Sharing- oder Hailing-Angebote. Zu diesen Ergebnissen kommt die Continental-Mobilitätsstudie 2020. Das Technologie-Unternehmen hat sie gemeinsam mit dem Sozialforschungsinstitut infas bevölkerungsrepräsentative in den fünf Ländern Deutschland, Frankreich, USA, Japan und China durchgeführt.

Corona verstärkt Wunsch nach individueller Mobilität

„Die Ergebnisse der Continental-Mobilitätsstudie belegen ein weltweites Bedürfnis nach individueller Mobilität. In der Corona-Pandemie hat sich dieser Wunsch nochmals verstärkt“, sagt Ariane Reinhart, Vorstandsmitglied bei Continental und verantwortlich für Personal und Nachhaltigkeit.

Jetzt seien nachhaltige – in erster Linie klimaneutrale – Lösungen für den weltweiten Verkehr gefragt. Conti will hier als gutes Beispiel vorangehen und hat es sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2050 klimaneutrale Mobilität zu gewährleisten.

Kommerzielle Fahrgemeinschaften werden laut Umfrage in Deutschland, Frankreich, den USA und Japan selten nachgefragt.In Frankreich und Japan sind es mit sieben bzw. sechs Prozent nur geringe Anteile der Bevölkerung, die auf solche Angebote setzen.

On-Demand-Lösungen in China besonders gefragt

Besonders in China steigen die Menschen auf individuellen Autoverkehr um. 21 Prozent der Befragten nutzen aufgrund der Pandemie kurzfristig buchbare On-Demand-Lösungen. Die hohe Akzeptanz hängt auch damit zusammen, dass in China vermehrt Menschen im urbanen Raum erreicht werden, die stärkeren Zugriff auf solche Lösungen haben.

Die Continental-Mobilitätsstudie zeigt, dass neue Sharing-Konzepte wie Ride Pooling oder Ride Hailing bisher insgesamt keine relevante Rolle spielen. Nur in großen Städten, insbesondere in den USA, nutzen mehr Menschen solche Dienste – von einem Mainstream-Phänomen kann aber auch in diesem Gebieten bisher nicht gesprochen werden.

Weit mehr als 80 Prozent aller Befragten besitzen das Auto, mit dem sie regelmäßig fahren. Das Auto von Familie oder Freunden ist für 14 bis 20 Prozent der Menschen relevant.

Individualverkehr besonders im ländlichen Raum relevant

Der Individualverkehr auf Basis des (eigenen) Autos bleibt im Alltag der meisten Menschen fest verankert – und Continental vermutet, dass dies noch lange so bleiben wird, insbesondere im ländlichen Raum. Dort ist aktuell die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Haushalte ein eigenes Auto haben. Personen, die über kein Auto verfügen, gaben als Grund vor allem die Kosten an. Viele haben aber auch einfach keine Verwendung für ein Fahrzeug.

Dennoch gehört das Auto für die meisten Menschen zur täglichen Fortbewegung. 33 Prozent der US-Amerikaner nutzen ihr Fahrzeug mindestens einmal die Woche. 57 Prozent verwenden ihren Wagen sogar täglich oder fast täglich. Lediglich die Franzosen nutzen das Auto (59 Prozent) noch häufiger.

53 Prozent der befragten Deutschen geben an, ihr Auto täglich oder fast täglich zu benutzen. 30 Prozent nutzen es mindestens einmal die Woche. Ähnlich sieht es in Frankreich, den USA und China aus. Nur in Japan wird das Auto nur zu 34 Prozent täglich oder fast täglich genutzt.

Continental-Mobilitätsstudie: Auto gehört zur Fortbewegung

Neue Mobilitäts-Konzepte bestimmen die Diskussion um die Zukunft der Mobilität – aber nicht die Lebensrealität der meisten Menschen. Denn: das Auto gehört für den Großteil weiterhin zur täglichen Fortbewegung dazu. Dieser Trend wird durch die Covid-19-Pandemie in allen fünf untersuchten Ländern verstärkt.

Die repräsentative Continental-Mobilitätsstudie wird von Conti seit 2011 in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Fokusthemen durchgeführt, heißt es auf der Website des Unternehmens. Die Mobilitätsstudie 2020 ist  die sechste Auflage der Studie, bei der Menschen in Deutschland, Frankreich, den USA, China und Japan zu ihren Einstellungen hinsichtlich verschiedener Aspekte der Mobilität befragt werden. (wag)


Kontakt zu Continental

Continental AG
Vahrenwalder Straße 9
30165 Hannover
Tel.: +49 511 9380 1
E-Mail: mail_service@conti.de
Website: www.continental.de

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