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Digitalisierung in der Landwirtschaft: DBV und Bitkom sehen Aufholbedarf

Agrarwirtschaft
Digitalisierung in der Landwirtschaft: DBV und Bitkom sehen Aufholbedarf

Jeder vierte landwirtschaftliche Betrieb (28 Prozent) investiert derzeit gezielt in die Fort- und Weiterbildung zu digitalen Kompetenzen. Bild: BWagrar
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Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Digitalverband Bitkom sehen Aufholbedarf bei der digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum. Dazu werde ein zügiger Ausbau der entsprechenden Infrastruktur benötigt. Fortschritte bei der Digitalisierung dienten der Umwelt und dem Wohl der Tiere.

„Mit der fortschreitenden Digitalisierung aller Wirtschafts- und Lebensbereiche steigen die Anforderungen an die Netze von Tag zu Tag“, fordert Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die Lücken beim Ausbau von leistungsfähigem Internet in ländlichen Räumen müssten deshalb schnellstmöglich geschlossen werden. Digitalisierung in der Landwirtschaft ermögliche eine flexiblere Arbeitsgestaltung und biete die Möglichkeit, die Produktivität stark zu steigern. Dank Digitalisierung könne der Umgang mit Boden, Wasser und Luft umweltverträglicher gestaltet und das Wohl der Tiere verbessert werden. „Landwirtschaft 4.0 ist nur möglich, wenn digitale Technologien besser genutzt werden können“, stimmt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder, zu. Dazu brauche es eine leistungsfähige Infrastruktur in den Regionen, moderne Technologien auf den Höfen und – vor allem – digitalkompetente Mitarbeiter in den landwirtschaftlichen Betrieben.

Jeder vierte landwirtschaftliche Betrieb (28 Prozent) investiert derzeit gezielt in die Fort- und Weiterbildung zu digitalen Kompetenzen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbands (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 betriebsleitenden Landwirten. Knapp jeder dritte Betrieb (32 Prozent) hat außerdem schon einmal Beratungsleistungen zu digitalen Technologien in Anspruch genommen.

„Die Betriebe machen sich die Digitalisierung zu Nutze – mit Erfolg“, kommentiert Rohleder. Schon heute seien Landwirte digitaler aufgestellt als mancher Industriebetrieb. Weiterbildung zu Digitalthemen sei deshalb kein Nice-to-have, sondern müsse zum Standardprogramm jedes einzelnen Mitarbeiters gehören. Die Betriebe sollten deshalb mit dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter souverän mit digitalen Geräten und Anwendungen umgehen können.

Offenheit für die Digitalisierung

„Dass bereits knapp jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb in Digitalkompetenzen investiert und sich so für das digitale Zeitalter wappnet, zeigt, dass dem Thema von den Landwirten eine hohe Priorität beigemessen wird“, betont Krüsken. Angesichts der Offenheit für die Digitalisierung und der großen Bedeutung, die digitale Technologien in breiten Teilen der Landwirtschaft bereits spielen, müsse das Ergebnis aber auch Ansporn für all diejenigen sein, die beim Thema Digitalisierung nicht zum Getriebenen werden wollen.

Am 22. März 2018 bringt Bitkom auf seiner ersten Digital Farming Conference in Berlin mehr als 150 Entscheider aus Landtechnikindustrie, Agrar- und Digitalwirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um über den Einsatz digitaler Technologien in der Agrarwirtschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Precision Farming, Robotik, Sensorik und die vernetzte Landwirtschaft. Die Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.farming-conference.de .

Weitere Ergebnisse aus einer Befragung zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft finden Sie hier. (ig)


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