Landwirtschaft 4.0

Digitalisierung soll Tierwohl verbessern

Landwirtschaft 4.0: Farmen werden digital
Auf der Digital Farming Conference in Berlin diskutierte die Branche über die Zukunft der Landwirtschaft.
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Miteinander kommunizierende Landmaschinen, Drohnen, Halsbänder für Kühe: Die Digitalisierung birgt auch großes Potenzial für die Landwirtschaft. Auf der „Digital Farming Conference“ in Berlin diskutierten Wissenschaftler, Politiker und Vertreter aus Agrar- und Digitalwirtschaft über die Zukunft von Ackerbau und Viehzucht.

Keine Frage: Die Digitalisierung in der Landwirtschaft bietet großes Potenzial für Verbraucher und Produzenten. Grund genug, um auf der „Digital Farming Conference“ in Berlin über die Chancen neuer Technologien in der Branche zu sprechen. Einer der thematischen Schwerpunkte in diesem Jahr: die Digitalisierung  „vom Acker bis zum Teller“. Mit dabei waren etwa Peter Müller (Geschäftsführer von Bayer CropScience), Renate Künast (MdB und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft), Bernhard Krüsken (Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands) und Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung). Eröffnet wurde die Konferenz von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner.

„Digitalisierung ist das Mega-Thema unserer Zeit“, so Klöckner in ihrer Rede. In ihr stecke ungeheures Potenzial – besonders für die Landwirtschaft. „Bereits jetzt ist sie Vorreiter: Landmaschinen, die miteinander kommunizieren und Daten abgleichen, der Einsatz von Drohnen, digitale Halsbänder für Kühe, die deren Gesundheitszustand überwachen, oder präzise Düngung durch zentimetergenau satellitengesteuerte Traktoren sind heute schon Realität. Diese digitalen Lösungen helfen, Tierwohl zu mehren, Erträge und Ernten zu sichern sowie gleichzeitig ressourcenschonender zu produzieren“, so die Bundesministerin. Die Digitalisierung sei damit auch der wichtigste Schlüssel, um weltweit gegen Hunger zu kämpfen und die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Man sei aktuell deutschlandweit dabei, digitale Test- und Experimentierfelder zu etablieren. „In der Praxis wollen wir herausfinden, wie Digitalisierung vor Ort ganz konkret funktionieren kann“, sagte Klöckner.

Startups, Mittelstand und Großkonzerne zusammenbringen

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom, ist der Meinung, dass die Digitalisierung zu mehr Effizienz auf den Höfen führe und positive Auswirkungen auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Tierwohl und Transparenz habe. „In der Landwirtschaft ist die Digitalisierung eine Gewinnergeschichte für alle“, so Rohleder. Deutschland gehöre bei der Herstellung und dem Einsatz moderner Landwirtschafts-Technik weltweit zur Spitze. Startups, Mittelständler und große Unternehmen müssten enger zusammengebracht werden, um diese Position halten zu können. Die Digital Farming Conference entwickle sich aus Sicht von Rohleder zu einer „wichtigen Dialog-Plattform rund um das Thema Landwirtschaft 4.0“.

Laut einer Studie im Auftrag des Bitkom unter 521 Landwirten und Lohnunternehmen nutzt heute schon mehr als jeder Zweite in der Branche (53 Prozent) digitale Lösungen – Tendenz steigend. 51 Prozent der Landwirte versorgt sein Vieh bereits mit digitaler tierindividueller Fütterung. Bei etwa einem Drittel (37 Prozent) kommt Robotertechnik zum Einsatz, mit der etwa der Stall gesäubert oder gemelkt werden kann. (wag)

Bitkom befragt Landwirte nach Digitalisierung
Mehr als die Hälfte der Landwirte setzt mittlerweile auf digitale Landwirtschaft.

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