Management

Externe Berater als Game Changer

Faktoren wie digitaler Fortschritt und globale Denkweise beschleunigen die Frequenz der Umwälzungen in Unternehmen. Bild: BMWi
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Digitalisierung und Globalisierung umschreiben das, was viele Unternehmen täglich erleben: Überall herrscht Wandel. Mehr als 80 Prozent der Führungskräfte im Mittelstand rechnen laut der Studie„Mittelstand 4.0: Bedarfs- und Trendanalyse zu Führungskultur und Veränderungsmanagement“ mit prozessualen und strukturellen Umstrukturierungen. Beziehen Führungskräfte ihre Mitarbeiter an der Basis jedoch nicht genügend in die Mitwirkung an den Veränderungen ein, zeigen sich nach den Erfahrungen von McKinsey (Akzente 2´17) die wenigsten Unternehmen mit der Transformation. Dabei lässt sich diese Kommunikation durch einen Interim-Manager leicht sicherstellen.

Den richtigen Zeitpunkt für eine Veränderung auszumachen, fällt vielen Unternehmenslenkern schwer. Faktoren wie digitaler Fortschritt und globale Denkweise beschleunigen die Frequenz der Umwälzungen in Unternehmen. Die Intervalle der Entscheidungen für oder gegen die Transformation verkürzen sich – sie ist in vielen Fällen nicht länger eine Option, sondern Dauerzustand. In jedem Fall erweist sich ein proaktiver Veränderungsprozess als sinnvoll, da er ausreichend Zeit für Planung lässt. Bei einem reaktiven Change, der als Reaktion etwa auf Krisen oder gravierende Fehler erfolgt, steigt hingegen das Risiko für blinden Aktionismus. Das zu verhindern und Veränderungen möglichst nachhaltig zu implementieren, bleibt oftmals Aufgabe externer Berater: So beauftragen Unternehmen mit 32 Prozent am häufigsten einen Interim-Manager für das Change-Management bedeutender Transformationsprojekte (Interim Management Report 2017).

Situationsanalyse ist Gold wert

Berater, die mit einer Hands-on-Mentalität an Veränderungen herangehen, binden von vorneherein alle Mitarbeiter in den Prozess mit ein „Der Externe fungiert hier eher als Coach, der durch Fragetechniken – und nicht durch Entscheidungen – nah am Mitarbeiter agiert und Veränderungen zu dessen eigener Idee macht“, erläutert Georg Hünnemeyer, Systems Engineer und Geschäftsführer der Hünnemeyer Consulting GmbH. Denn um Missverständnissen und unrealistischen Erwartungen vorzubeugen, erfolge im Rahmen der Hands-on-Beratung in Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Schlüsselpersonal eine detaillierte, ganzheitliche Situationsanalyse. „Gerade in hochkomplexen technischen Entwicklungsprozessen bleibt ein reibungsloses Ineinandergreifen der kleinsten Prozessschritte essenziell für Fortschritt und Erfolg“, weiß Georg Hünnemeyer. Wer sich hier gegenüber Änderungen verschließe und sie nicht stetig an den Entwicklungsstand anpasse, verhindere Verbesserung und damit letztendlich auch Innovation. „Wenn der Berater die Mitarbeiter kleinschrittig und mit hohem Empathievermögen als Teil des Teams zu neuen Methoden führt, schafft er für sie schnell Erfolgserlebnisse und kann sofort eingreifen, falls das Change-Management in eine unvorhersehbare Richtung läuft“, so Hünnemeyer weiter.

Wandel in den Köpfen der Mitarbeiter

Oftmals begegnen Mitarbeiter Externen und ihren mitgebrachten Vorschlägen für Veränderungen mit Misstrauen. Im Veränderungsprozess stellen Unsicherheiten jedoch eine Bedrohung für den Ablauf sowie die Produktivität und Kreativität der Mitarbeiter dar. Um ganze Entwicklungsprozesse zu optimieren, braucht es eine Änderung der Denkweise – und diese lässt sich nur mit einer auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegten Methode erreichen.

„Nachvollziehbarkeit und vorgelebte Anwendung vergrößern Akzeptanz und Verinnerlichung des neuen Ansatzes“, ist Georg Hünnemeyer überzeugt. Eine Hands-on-Beratung sorge dafür, dass Mitarbeiter aller hierarchischen Ebenen grundsätzliche Anerkennung erführen und handlungs- sowie entscheidungsfähig blieben. Arbeitnehmer sollten dabei in ihrer Funktion wertgeschätzt und gefordert, keinesfalls jedoch übergangen werden – sie fungierten schließlich als Motor einer jeden Produktentwicklung. „Hierdurch findet ein erfolgreiches Change-Management statt, das Veränderungen nicht einfach als gegeben setzt, sondern sie schrittweise in Handlungsabläufe und Denkweisen des gesamten Teams implementiert, sodass beide Seiten langfristige und nachhaltige Erfolge verzeichnen“, resümiert Hünnemeyer. Veränderungen käme auf jedes Unternehmen zu – aktives Handeln wirke dem Stillstand entgegen und bilde einen idealen Nährboden für Innovation und Fortschritt. (ig)

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