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Mit Künstlicher Intelligenz Cyberkriminalität bekämpfen

Cyberkriminalität
Mit Künstlicher Intelligenz Cyberkriminalität bekämpfen

KI-gestützte Roboter sollen beim Kampf gegen Cyberkrime helfen. Bild: peshkov/stock.adobe.com
KI-gestützte Roboter sollen beim Kampf gegen Cybercrime helfen.
Bild: peshkov/stock.adobe.com
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Roboter können Humor haben oder Bewohner in Seniorenheimen unterhalten. Außerdem können sie in für Menschen ungünstigen Umweltbedingungen arbeiten, vom aussterben bedrohte Arten schützen und zur Energie-Effizienz beitragen. Bereits heute führen sie gefährliche oder unbedeutende Tätigkeiten aus, um Menschen zu unterstützen. Auch im Bereich Cyber-Sicherheit können KI-gestützte Roboter einen gesunden Beitrag leisten.  

Im Bereich Cybersicherheit kann Künstliche Intelligenz (KI) Menschen dabei helfen, sich selbst und ihre Unternehmen zu schützen. Die Corona-Pandemie löst bei den Menschen Angst und Unsicherheit aus. Viele müssen sich erst an neue Verhaltensweisen gewöhnen, etwa Selbstisolation und das Arbeiten im Homeoffice.

Cyberkriminelle nutzen Ängste der Menschen aus

„Cyberkriminelle nutzen dies aus, um Ängste und Unsicherheit in der Bevölkerung für ihre Zwecke zu missbrauchen“, sagt Jim Fleming, der am Institute of Supply Chain Management lehrt. „Von zu Hause aus zu arbeiten kann eine Herausforderung für jemanden sein, der dies nicht gewohnt ist. Die Menschen sind auf so etwas nicht vorbereitet.“

700 Prozent mehr Phishing-Mails wurden in den vergangenen zwei Monaten versandt. Diese E-Mails sollen die Benutzer dazu bringen, Malware herunterzuladen oder vertrauliche Daten preiszugeben.

Die beliebte Videokonferenz-App Zoom hatte mit massiven Sicherheitslücken zu kämpfen, als die Benutzer-Anzahl in vier Monaten von zehn auf 300 Millionen anstieg.

Einige Hacker versandten Mails, die scheinbar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stammten und in denen zu Spenden aufgefordert wurde. Die WHO warnte vor dieser Betrugsmasche. Aber reicht das?

Bei Cyberkriminalität ist der Mensch das größte Risiko

Das Weltwirtschaftsforums schätzt, dass die aus Cyberkriminalität resultierenden Kosten für Unternehmen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind.

Durch Automatisierung, KI und maschinelles Lernen können Unternehmen möglicherweise Millionen an Kosten sparen. Zwar wissen viele Firmen, dass sich der Einsatz intelligenter Sicherheitskonzepte auszahlt. Trotzdem haben bisher nur 38 Prozent aller Unternehmen solche Lösungen eingeführt, schreibt das Software-Unternehmen SAP in einer Pressemitteilung.

Schwerpunktseite: Coronavirus

„Mehr als 90 Prozent der aus Cyberkriminalität entstandenen Schäden sind auf Fehler von Menschen zurückzuführen“, resümiert Fleming. So ist es nur logisch, dass die meisten Hackerangriffe auf Schwachstellen abziehen, die von menschlichem Verhalten herrühren.

„Wie oft haben Sie schon ein Microsoft-Update auf später verschoben?“, fragt Fleming und empfiehlt dringend, auf solche Aufforderungen sofort zu reagieren.

Privat genutzte Soziale Netzwerke sind ein Problem

Laut Jim Fleming liegt ein weiteres Problem darin, dass 62 Prozent aller Mitarbeiter auf ihren Arbeitscomputern soziale Netzwerke für private Zwecke nutzen. 90 Prozent aller cloudbasierten Sicherheits-Verletzungen seien darauf zurückzuführen.

Die Lieferketten und Sensoren für das Internet der Dinge (IoT), die über diese Rechner laufen, sind besonders anfällig für Cyberkriminalität.

Lieferketten bestehen aus einem Netzwerk von Organisationen, Personen, Ressourcen und Informationen für die weltweite Lieferung von Produkten und die Bereitstellung von Services.

26 Milliarden vernetzte Geräte und Sensoren sollen bis Ende 2020 im wirtschaftlichen Umfeld im Einsatz sein, die aktiv in Entscheidungsprozesse involviert sind. Sie haben aber Schwachstellen.

Automatisierte Geschäftsprozesse dank KI sicherer

Momentan sind Menschen an 38 verschiedenen Prozesse einer normalen Lieferkette beteiligt. Bis 2030 sollen Menschen nur noch für sieben Prozent dieser Prozesse notwendig sein, zeigen Studien des IoSCM.

Der Rest soll automatisch ablaufen – Geschäftsprozesse wären somit besser geschützt. Menschliches Verhalten muss näher betrachtet werden, da es Kriminellen die größte Angriffsfläche bietet.

Künstliche Intelligenz

Fleming kommt zu dem Schluss, dass es Computersystemen dank KI und Deep Learning möglich sein wird, Geräte effizienter zu überwachen.

Außerdem können Abweichungen und Muster sowohl in Systemen als auch in menschlichen Verhaltensweisen leichter erkannt werden.

Verhaltensanalysen helfen Unternehmen dabei, das Verhalten von Verbrauchern und Mitarbeitern besser zu verstehen. Sie können zur Erstellung von Warnsystemen beitragen, um Mitarbeiter auf kriminelle Aktivitäten hinzuweisen.

David Chen: Neue Normalität ist von Technologie geprägt

David Chen, Finanzvorstand von Hanson Robotics – das Unternehmen hat den humanoiden Roboter Sophia geschaffen – sieht eine ideale Gelegenheit zur Reflexion: „Wir nutzen Technologien, um in Kontakt zu bleiben. Während der letzten großen Pandemie [die Spanische Grippe, d. Red.] im Jahr 1918 hatten die Menschen keine technologischen Hilfsmittel, auf die sie zurückgreifen konnten. Unsere neue Normalität wird von Technologie geprägt, die uns mehr Möglichkeiten für zwischenmenschlichen Kontakt eröffnet und somit neue Verhaltensweisen etabliert.“

KI und Technologie sorgt in vielen verschiedenen Bereichen für Mehrwert, etwa in der der Telemedizin und bei Online-Schulungen. Sie können auch in der Lieferkette von entscheidender Bedeutung sein.

Die Zukunfts-Prognosen fallen düster aus

Vor der Coronavirus-Pandemie waren über die Lieferketten hinweg weltweit 450 Millionen Menschen an der Beschaffung, Herstellung, Versendung und Lieferung von Waren beteiligt.

Heute arbeiten die meisten Fabriken mit halber Kapazität und das Netzwerk wird langsam heruntergefahren.

Prognosen zufolge könnten dieses Jahr 17 der 20 führenden Volkswirtschaften vor einer Rezession stehen.

IT-Sicherheit

92 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen haben nur Barreserven für bis zu drei Monate.

Das macht es für sie schwierig, diesen widrigen Umständen zu trotzen.

Angesichts dieser ernüchternden Prognosen können es sich Unternehmen nicht erlauben, zusätzlich Geld an Cyberkriminelle zu verlieren.

Cyberkriminalität hat in der Corona-Krise zugenommen

Auch wenn Cyberkriminalität nichts Neues ist, hat das Ausmaß des Problems zugenommen, da heute die meisten Menschen im Internet unterwegs sind. Fleming, Chen und andere Experten sind sich einig, dass Technologie dabei helfen kann, die Verhaltensweisen von Menschen zu ändern.

„Kriminelle beobachten, was wir tun. Wenn wir sie im Auge behalten, dann sehen sie auch, dass wir sie überwachen. Eine erhöhte Transparenz trägt dazu bei, kriminelle Machenschaften zu unterbinden“, so Chen.

Chen fügt jedoch hinzu, dass es noch immer Bedenken gegenüber KI gibt: „Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Ängste von unserer eigenen Vorstellungskraft geschürt werden. Es ist an der Zeit, Science-Fiction-Szenarien hinter uns zu lassen und Technologie einzusetzen, um unsere Welt zu verändern und besser zu machen.“ (wag)


Kontakt zu SAP


SAP Deutschland SE & Co. KG
Hasso-Plattner-Ring 7
69190 Walldorf
Tel.: +49 62277 4747 4
E-Mail: info.germany@sap.com
Website: www.sap.com

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