Digitale Transformation

Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Digitale Plattformen verändert den Welthandel: Amazon im Privaten, andere wie Ariba im B2B-Umfeld. Bild: Amazon
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Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze und haben in den vergangenen Jahren ganze Branchen wie die Hotelbranche, den Handel oder auch die Musik- und Filmindustrie grundlegend verändert. Doch deutsche Unternehmen tun sich mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten geben an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. Nur 4 von 10 Befragten (43 Prozent) sagen, dass sie die Begriffe kennen.

Diese alarmierenden Daten sind das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Verglichen mit dem Vorjahr, als 36 Prozent der Befragten die Begriffe kannten und 62 Prozent noch nie davon gehört hatten, ist das nur eine leichte Verbesserung. „Wer als Unternehmer heute die Möglichkeiten digitaler Plattformen ignoriert, der handelt grob fahrlässig“, kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg. Das sei so, als hätten Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten. Digitale Plattformen würden sich in praktisch jeder Branche etablieren. „Die Plattformen brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf, sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb“, erklärt Berg. „Unternehmen sollten alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen aufzubauen oder zu nutzen.“

Jedes Unternehmen braucht dringend eine Digitalstrategie

Auch jene Unternehmen, die zumindest von der Plattform-Ökonomie gehört haben, tun sich mit deren Nutzung oder Etablierung schwer. So gibt mehr als jedes dritte dieser Unternehmen (39 Prozent) an, dass digitale Plattformen für das eigene Geschäft nicht relevant seien. Besonders skeptisch sind Industrieunternehmen: Von ihnen sagen zwei Drittel (67 Prozent), das Thema sei für sie ohne Bedeutung. Im Handel ist dieser Anteil mit 18 Prozent am Geringsten. Immerhin bieten etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen, die den Begriff digitale Plattformen kennen, eigene Produkte oder Dienste auf einer Plattform an, 4 von 10 (43 Prozent) kaufen Produkte auf Plattformen ein oder buchen dort Dienstleistungen. Jedes zehnte Unternehmen, dem digitale Plattformen bekannt sind (10 Prozent), betreibt selbst eine solche. „Jedes Unternehmen braucht dringend eine Digitalstrategie – und Teil einer solchen Strategie muss auch die Beschäftigung mit dem Thema Plattformen sein“, ist Achim Berg überzeugt. (ig)

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