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E-Mobilität, Hybridisierung, Digitalisierung: Volkswagen steckt rund 73 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien

Mobilität der Zukunft
Volkswagen steckt rund 73 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien

Fahnen von Volkswagen im Wind. Der Konzern investiert 73 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien.
Der Volkswagen-Konzern erhöht seine Investitionen in Zukunftstechnologien auf 73 Milliarden Euro.
Bild: Volkswagen
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Volkswagen investiert in den kommenden fünf Jahren rund 73 Milliarden Euro in E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung. Das gab der Konzern jetzt bekannt. Die Ausgaben für Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung in Zukunftstechnologien steigert Volkswagen damit auf 50 Prozent der Gesamtsumme von rund 150 Milliarden Euro (Vorplanung: 40 Prozent).

VW stärkt besonders das Schlüsselthema Digitalisierung. Bis Mitte des Jahrzehnts werden so rund 27 Milliarden Euro investiert – etwa doppelt so viel wie noch im vorherigen Planungszeitraum. In die E-Mobilität werden rund 35 Milliarden Euro gesteckt. Für die Hybridisierung des Modell-Portfolios hat VW weitere rund 11 Milliarden Euro eingeplant.

Im November 2019 waren für die Bereiche Elektromobilität und Digitalisierung noch Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Euro vorgesehen.

Eckpfeiler zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit gesetzt

Im Rahmen der Investitionsplanung hat der Konzern die Eckpfeiler zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit des Konzerns gesetzt, heißt es bei Volkswagen. „Die Transformation des Unternehmens und seiner Marken sowie die strategische Ausrichtung auf die Kernbereiche der Mobilität werden konsequent umgesetzt. Die finanzielle Ausgangsbasis ist vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen in den nächsten Jahren grundsolide“, sagt Hans Dietrich Pötsch, Aufsichtsratsvorsitzender des Automobilherstellers.

VW-CEO Herbert Diess ergänzt: „Wir haben bereits frühzeitig die Weichen für eine batterie-elektrische Zukunft im Volkswagen Konzern gestellt und sind heute mit unseren E-Antriebsplattformen und unseren E-Modellen weltweit führend.“ Jetzt komme es darauf an, auch bei der Software im Fahrzeug eine Spitzenposition einzunehmen. Daher habe man jetzt die Investitionen in die Digitalisierung verdoppelt.

„Wir spielen die nächsten Jahre voll auf Angriff“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh. Er weist aber auch darauf hin, dass ein gemeinsames Verständnis für den Wandel und ausreichend Planungssicherheit ebenso wichtig seien. „Dafür braucht es jetzt uns alle: Belegschaft, Führungskräfte, Vorstand und auch die Politik“, so Osterloh.

Volkswagens Erwartung: Globale Wirtschaft wächst moderat

Volkswagen hat in der Planungsrunde die Erwartung zugrunde gelegt, dass die globale Wirtschaft über die nächsten fünf Jahre moderat wächst. Eine weitere Voraussetzung: Auch die einzelnen Märkte müssen – mit regionalen Unterschieden – moderat wachsen.

Finanziell soll die Transformation mit einer Produktivitäts-Steigerung um 30 Prozent und Einsparungen in der Verwaltung abgesichert werden. VW will außerdem wenig nachgefragte Modellvarianten, Motor-Getriebe-Kombinationen und Ausstattungen streichen, um die Komplexität zu reduzieren und die Portfolio-Effizienz zu steigern.

E-Mobilität und Hybridisierung oben auf Volkswagens Agenda

Bis 2050 will Volkswagen klimaneutral werden. Bis 2030 sollen rund 70 reine E-Modelle auf den Markt kommen. Etwa 20 davon sind bereits angelaufen, 50 weitere werden folgen. Bis Ende des Jahrzehnts plant VW außerdem, rund 60 Hybridfahrzeuge im Angebot zu haben. Etwa die Hälfte davon wird bereits produziert.

26 Millionen reine Elektrofahrzeuge sollen bis 2030 produziert sein. Davon basieren rund 19 Millionen auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB), ein Großteil der weiteren sieben Millionen auf der High-Performance-Plattform PPE. Im selben Zeitraum will VW rund sieben Millionen Hybridfahrzeuge bauen.

Schlüsselthema Digitalisierung deutlich gestärkt

27 Milliarden Euro fließen in die Digitalisierung. Darin enthalten sind Ausgaben für Car.Software-Organisation, die unter anderem ein standardisiertes Betriebssystem für die Fahrzeuge der Konzernmarken entwickelt. Erstmals soll dieses im Audi-Projekt Artemis 2024 eingesetzt werden.

Der Eigenanteil bei der Software soll auf 60 Prozent steigen (derzeit: 10 Prozent). Investiert wird außerdem in die Themen Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren und die Digitalisierung wesentlicher Unternehmensprozesse.

Wandel des Industriestandorts Deutschland wird vorangetrieben

Volkswagen investiert in den Wirtschaftsstandort Deutschland – und macht neben Sachsen Niedersachsen zum zweiten Zentrum für E-Mobilität in Deutschland.

Eine Milliarde Euro fließen am Standort Salzgitter in die Batterie-Technologie. Mit dem schwedischen Joint-Venture-Partner Northvolt entsteht dort eine Zellfertigung. Sie soll ab 2024 starten. Volkswagen verspricht sich davon eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

VW investiert in Batterie-Standort Salzgitter

In Wolfsburg läuft ab 2024 ein weiterer SUV für den europäischen Markt vom Band. In der Autostadt werden bereits die komplette Golf-Familie, der Tiguan und der Seat Tarracco produziert.

Der vollelektrische ID.Buzz und drei vollelektrische D-SUV-Modelle werden in Hannover gefertigt. Die bereits eingleitete Transformation des Standortes soll damit ebenfalls beschleunigt werden.

Laut VW ist die digitale Transformation auch im Emder Werk in vollem Gange: Die Bauarbeiten für den Umstieg auf E-Mobilität befänden sich voll im Plan. Neben dem ID.4 soll hier ab 2023 auch der vollelektrische Aero vom Band laufen. (wag)


Kontakt zu Volkswagen

Volkswagen AG
Berliner Ring 2
38440 Wolfsburg
Tel.: +49 5361 90
E-Mail: kundenbetreuung@volkswagen.de
Website: www.vw.de

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