Maschinenbau

China ist weltgrößter Maschinenbauer

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Das Wachstumstempo in Gesamt-Europa und in den EU-Ländern insgesamt entsprach jeweils dem Weltdurchschnitt von plus vier Prozent. Die EU-Länder produzierten zwar deutlich weniger Maschinen (694 Milliarden Euro) als Asien, jedoch gut doppelt so viele wie die USA (plus zwei Prozent auf 334 Milliarden Euro). Bild: Tellen Maschinenbau
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Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr trotz aller Handelsstreitigkeiten und politischer Querelen weltweit gefragt. Nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen im Jahr 2018 insgesamt um vier Prozent auf 2,6 Billionen Euro. Überdurchschnittlich entwickelte dabei sich der Maschinenbau in Asien. Mit einem Plus von fünf Prozent auf knapp 1,34 Billionen Euro blieb Asien die mit Abstand größte Fertigungsregion in der Maschinenindustrie. Etwas mehr als die Hälfte des gesamten Weltmaschinenumsatzes wurde dort erwirtschaftet.

Das Wachstumstempo in Gesamt-Europa und in den EU-Ländern insgesamt entsprach jeweils dem Weltdurchschnitt von plus vier Prozent. Die EU-Länder produzierten zwar deutlich weniger Maschinen (694 Milliarden Euro) als Asien, jedoch gut doppelt so viele wie die USA (plus zwei Prozent auf 334 Milliarden Euro). „Der Zuwachs des weltweiten Maschinenumsatzes ist erfreulich, hätte aber in einem ruhigeren politischen Umfeld noch höher ausfallen können. Die Folgen der Handelsstreitigkeiten oder des Brexits werden wir aufgrund der teils langen Vorlaufzeiten im Maschinenbau vermutlich erst in diesem Jahr so richtig sehen“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. „Die Folgen der Handelsstreitigkeiten oder des Brexits werden wir aufgrund der teils langen Vorlaufzeiten im Maschinenbau vermutlich erst in diesem Jahr so richtig sehen.“

China ist weltgrößter Maschinenbauer

Deutschland hält seit 2013 die Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt. Im vergangenen Jahr erreichte das Umsatzvolumen 297 Milliarden Euro (plus 4 Prozent). Damit entfielen gut elf Prozent des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik. Mit deutlichem Abstand an der Spitze rangierte abermals China. Den Titel als weltgrößter Maschinenhersteller hält das Land bereits seit 2009. Ein Gesamtumsatz von 856 Milliarden Euro bedeutete auf Euro-Basis ein Plus von sieben Prozent zum Vorjahr. Auch in Japan (Platz vier) konnten die Maschinenhersteller ihren Umsatz um zwei Prozent auf 264 Milliarden Euro steigern. Italien, die Nummer fünf im Welt-Maschinenbau, erhöhte den Umsatz um vier Prozent auf 126 Milliarden Euro. Im Fall von Italien und auch den USA geben Abschreibungserleichterungen Rückenwind.

Die ersten fünf Länder der Rangliste (China, USA, Deutschland, Japan, Italien) stehen zusammen für 72 Prozent des Weltmaschinenumsatzes. Einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die weltweiten Umsatzzahlen hatten auch 2018 Wechselkursveränderungen. So verlor der Renminbi 2018 im Jahresmittel zum Euro rund zwei Prozent an Wert, zum Yen waren es fast drei Prozent und zum Dollar sogar etwas mehr als vier Prozent. Dies bedeutet, dass das Umsatzplus bei allen drei Ländern in nationaler Währung höher ausfiel, als in der einheitlichen Euro-Betrachtung. (ig)

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