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Green Lean Digital Factory: Capgemini und Fraunhofer IGCV kombinieren Lean Management und Potenziale der Digitalisierung

Smart Factory
Green Lean Digital Factory: Lean Management trifft Digitalisierung

Green Lean Digital Factory: Die Fabrik der Zukunft, illustriert von Sergey Nivens via Adobe Stock
In der Fabrik der Zukunft liegt ein besonderes Augenmerk auch auf Nachhaltigkeit.
Bild: Sergey Nivens/stock. adobe.com
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Für produzierende Unternehmen wird Nachhaltigkeit immer mehr zum Thema – nicht nur die Politik, sondern auch die Kunden wollen sehen, dass die Firmen ihren Beitrag leisten. Das IT-Beratungsunternehmen Capgemini und das Fraunhofer IGCV kombinieren in der Green Lean Digital Factory Lean Management, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. So sollen Betriebe fit für die Zukunft gemacht werden.

Die Bedürfnisse der Kunden werden immer spezifischer. Unternehmen richten daher ihre Geschäftsprozesse kontinuierlich auf sie aus. Der Trend geht zu immer individuelleren und neuen Produkten, die immer schneller in den Markt eingeführt werden sollen. Keine einfachen Herausforderungen, zumal der Klimawandel zusätzlich verstärkt in den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Fokus rückt.

Produktionsbetriebe werden von drei Dingen angetrieben

Neben der ökonomischen Effizienz ist in Zukunft also auch die die ökologische entscheidend für den Erfolg. Capgemini empfiehlt Produktionsunternehmen, folgende drei  Haupttreiber zu berücksichtigen und in ihr Handeln zu integrieren:

  1. Endkunden stellen höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit in Produkten oder Prozessen. Nachhaltige Produkte bzw. Produktionsweisen können als Marketinginstrument und Reputationsmöglichkeit genutzt werden
  2. Innerhalb des Produktionsnetzwerks sollten die Anforderungen an Nachhaltigkeit in Produkten oder Prozessen erhöht werden
  3. Zunehmend rechtliche Anforderungen sollten berücksichtigt und erfüllt werden

Zukunftsfähigkeit durch Green, Lean, Digital

Die Aufgabe der Unternehmen ist es also, auf die Forderung von mehr Nachhaltigkeit zu reagieren – und gleichzeitig wirtschaftlich zu bleiben. Capgemini und das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV) begegnet dieser Herausforderung mit der Green Lean Digital Factory.

In der Green Lean Digital Factory werden klassische Konzepte aus dem Lean Management mit den Potenzialen der Digitalisierung kombiniert – und so die Vision der nachhaltigen Fabrik erreicht. Capgemini und das Fraunhofer IGCV erhoffen sich davon eine ökonomische und ökologische Effizienzsteigerung in der Produktion.

Aktuelle Bedürfnisse befriedigen, künftige Generationen beeinflussen

„Unser Konzept der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit konzentriert sich darauf, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Bedingungen für zukünftige Generationen nachteilig zu beeinflussen“, schreibt Daniel Czilwik, Management Consultant bei Capgemini Invent, in einer Pressemitteilung.

Dieses Konzept basiere auf den Säulen Ökonomie, Ökologie und Technologie, die für ein soziales und umweltfreundliches Produktions-Umfeld ausgewogen sein müssten.

Im Kern basiert die Green Lean Digital Factory auf Lean-Management-Prinzipien wie kundenorientierten und verschwendungsfreien Prozessen. Lean stellt die Basis für die Digitalisierung der Fertigung dar.

Mit neuen Technologien werden die Optimierungs- und Innovationspotenziale der Smart Factory erschlossen und die Tools und Methoden des Lean Managements (bspw. digitale Wertstromanalyse) angereichert.

Green Lean Digital Factory: Das Green steht für Nachhaltigkeit

Mit der Ergänzung um Nachhaltigkeit (Green) strebt die Green Lean Digital Factory die Maximierung der ökonomischen und ökologischen Effizienz an. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Prinzipien, Werkzeuge und Technologien aus allen drei Bereichen eingesetzt. Lean-Methoden und digitale Lösungen können so beispielsweise zur Identifizierung und Reduktion des Energieverbrauchs eingesetzt werden.

Mit Technologien wie IIoT oder Manufacturing Intelligence wird die Transparenz erhöht und die zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen ermöglicht. So können die Nachhaltigkeits-Ziele in der Produktion erreicht werden. Capgemini verspricht hier einen positiven Effekt für heutige Mitarbeiter, zukünftige Generationen und die Profitabilität des Unternehmens.

Positiver Effekt bei Bosch und Tata Steel

Bosch setzt eine IoT-Plattform zur Optimierung des Energieverbrauchs ein. Nach Angaben von Capgemini spart das Unternehmen so 5.000 Tonnen Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente) pro Jahr ein. Das macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar: 2,4 Millionen Euro jährlich kann Bosch so sparen.

Vergleichbares gelang Tata Steel: das indische Unternehmen konnte durch Datenanalysen 40 Prozent Energie bei den Kühltürmen einsparen.

Capgemini und das Fraunhofer IGCV wollen in Zukunft weitere Unternehmen dabei unterstützen, die Produktion schlanker, intelligenter und nachhaltiger zu machen. (wag)


Kontakt zu Capgemini

Capgemini Service SAS
11 rue de Tilsitt
75017 Paris, Frankreich
Tel.: +33 1 4754 5000
Website: www.capgemini.com

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