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Wasserstoffmobilität: Schaeffler und Symbio gründen Joint Venture Innoplate zur Produktion von Brennstoffzellen-Komponenten

Brennstoffzellen-Komponenten
Schaeffler und Symbio gründen Joint Venture Innoplate

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Wasserstoff-Mobilität: Innoplate produziert Bipolar-Platten für Brennstoffzellen mit Protonen-Austauschmembran.
Bild: Schaeffler

Schaeffler und Symbio, ein Gemeinschaftsunternehmen von Faurecia und Michelin für Wasserstoff-Technologie, haben einen Vertrag zur Gründung eines 50:50-Joint Ventures (JV) zur Herstellung von Bipolar-Platten für Brennstoffzellen für globale Mobilitäts- und Energielösungen unterzeichnet. Das JV wird seinen Sitz in Haguenau im Elsass, Frankreich, haben.

Es vereint das Know-how von führenden europäischen Automobil-Zulieferern und einem globalen Marktführer von Brennstoffzellen-Technologie für die Automobil-Industrie, die gemeinsam ein enormes Potenzial in der sich entwickelnden Wasserstoff-Wirtschaft sehen. Durch den Aufbau dieses deutsch-französischen Projekts wird zudem die europäische Wertschöpfungskette für Mobilität durch Wasserstoff gestärkt.

Bipolar-Platten für Brennstoffzellen mit Austauschmembran

Das Unternehmen wird bis Ende des Jahres den Betrieb unter dem Markennamen Innoplate aufnehmen und die Produktion von Bipolar-Platten (BPP) der nächsten Generation für den gesamten Markt von Brennstoffzellen mit Protonen-Austauschmembran (PEM) forcieren.

Dadurch profitieren Kunden zukünftig in diesem Bereich von erhöhter Leistung, größeren Kapazitäten und einem geringeren Preis. Vorbehaltlich der üblichen Bedingungen, wie kartellrechtlicher Freigaben, wird die Gründung des JV voraussichtlich bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

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Bipolar-Platten im industriellen Maßstab produzieren

Der Produktionsstart des JV ist für Anfang 2024 geplant. Am Produktionsstandort in Haguenau werden anfänglich 4 Millionen Bipolar-Platten pro Jahr hergestellt mit dem Ziel, bis 2030 jährlich weltweit etwa 50 Millionen BPP zu produzieren und mehr als 120 Mitarbeiter zu beschäftigen. Der Standort wird hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und ist auf Netto-Null-Emissionen ausgelegt.

Innoplate soll die nächste Generation der BPP-Serienproduktion auf den Weg bringen und skalieren. Die exklusiven Kunden des Joint Ventures sind Symbio und Schaeffler. Symbio hat bereits von einem führenden Fahrzeughersteller einen ersten Auftrag als wesentlicher Zulieferer für ein Brennstoffzellen-System erhalten. Es ist vorgesehen, dass das Joint Venture hierfür die Bipolar-Platten herstellen wird.

 

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Metallische Bipolar-Platten sind ein Schlüsselelement der Brennstoffzellen-Stacks.
Bild: Schaeffler

Viel Erfahrung bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen

Symbio hat kumulativ mehr als 30 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen und bietet ein umfangreiches Produktportfolio von bereits validierten und integrierten Wasserstoff-Systemen (Stackpacks) an, die alle Standards im Hinblick auf Leistung und Langlebigkeit für eine nachhaltige und emissionsfreie Mobilität erfüllen.

Als ein weltweit führender Automobil- und Industrie-Zulieferer verfügt Schaeffler über eine umfassende Kompetenz im Bereich der Präzisions-Umformungstechnik und -Stanztechnik sowie über fundiertes Prozess-Know-how für die Großserienfertigung von metallischen Bipolar-Platten.

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Schaeffler verwendet diese sowohl für die Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff als auch als Schlüsselelement der Brennstoffzellen-Stacks für jegliche Arten von mobilen und stationären Brennstoffzellen-Anwendungen, mit denen Wasserstoff verstromt wird.

Schaefflers hohe Fertigungstiefe im Bereich Umformungstechnik und anspruchsvolle Beschichtungsverfahren bilden die Grundlage für das fundierte Prozess-Know-how für die Großserienfertigung von BPP.

Strategische Komponente des Brennstoffzellen-Systems

„Metallische Bipolar-Platten sind eine strategische Komponente des Brennstoffzellen-Systems mit hohem Mehrwert. Innoplate wird maßgeblich dazu beitragen, eine Serienproduktion zu ermöglichen, die die Programme unserer Kunden und die Akzeptanz des Marktes gegenüber Mobilität durch Wasserstoff stärkt“, sagt Philippe Rosier, CEO von Symbio.

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„Gleichzeitig werden wir die systemische Leistung und die Wirtschaftlichkeit unserer Lösungen steigern. Mit diesem Projekt leistet Symbio einen Beitrag zum Aufbau einer technologischen und industriellen Führungsrolle Europas“, so Rosier weiter.

Wasserstoff für die nachhaltige Mobilität der Zukunft

„Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Mobilität der Zukunft spielen wird. Der Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft und die Umstellung auf nachhaltige Energieressourcen werden maßgeblich von der Industrialisierung verlässlicher Lieferketten für die neuen Technologien abhängen. Unser Joint Venture mit Symbio ist ein sehr gutes Beispiel für diesen Ansatz“, sagt Klaus Rosenfeld, CEO von Schaeffler.

„Als globales Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind wir zudem hoch erfreut, mit Symbio in Frankreich eine Partnerschaft einzugehen und die deutsch-französische Zusammenarbeit in diesem wichtigen Bereich zu fördern. Das JV ermöglicht Schaeffler einen schnellen Markteintritt mit einem führenden Brennstoffzellen-Anbieter als Partner“, so Rosenfeld weiter.

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„Bei Forvia ist uns bewusst, dass die Zusammenarbeit zwischen zwei großen deutsch-französischen Unternehmen ein starker Motor für exzellente Ergebnisse ist. Unsere Überzeugungen im Bereich der Brennstoffzellen sind solide und konstant: Wasserstoff ist ein zentrales Thema für die Mobilität von morgen“, sagt Patrick Koller, CEO von Faurecia, einem Unternehmen der Forvia-Gruppe.

Schlüsselakteur in der Wasserstoff-Mobilität

„Gemeinsam stellen Symbio und Schaeffler ihr komplementäres Know-how Innoplate zur Verfügung, um einen Schlüsselakteur in der Wasserstoff-Mobilität zu schaffen“, so Koller weiter.

„Dieser gemeinsame strategische Schritt von Schaeffler und Symbio fördert die schnellere Entwicklung von Mobilität durch Wasserstoff und stärkt zweifelsohne die Fähigkeit von Symbio, bis 2030 ein weltweit führender Anbieter von Brennstoffzellen-Systemen zu werden“, sagt Florent Menegaux, CEO von Michelin.

„Bei Michelin sind wir fest davon überzeugt, dass eine paneuropäische Zusammenarbeit den Akteuren der europäischen Industrie eine hervorragende Möglichkeit bietet, bei strategischen Technologien führend zu bleiben. Diese deutsch-französische Allianz ist ein perfekter Beleg hierfür“, so Menegaux weiter. (bec)

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