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Smart Cities: Eco-Studie prognostiziert mehr als 17 Prozent jährliches Wachstum

Studie des Eco-Verbands
Smart Cities: Eco-Studie prognostiziert mehr als 17 Prozent jährliches Wachstum

Smarte City Studie Eco-Verband
Die Stadt der Zukunft ist Smart.
Bild: monsitj/stock.adobe.com

Der Eco-Verband ist sich sicher: Smart Cities gehört die Zukunft. In einer Studie prognostiziert der Verband der Internetwirtschaft Smart Cities ein durchschnittliches jährliches Wachstum von mehr als 17 Prozent. Das ist ein Umsatzplus von mehr als 46 Mrd. Euro innerhalb von fünf Jahren. Die Studie skizziert für neun Segmente des deutschen Smart-City-Marktes Trends und Herausforderungen.

Besonders hohe Umsätze erwarten die Autoren in den Marktsegmenten Digitale Bildung (16,6 Mrd.) Transport & Logistik (14,8 Mrd.) und Gebäudeautomatisierung (14,1 Mrd.).

„Smart Cities sind längst nicht mehr Science Fiction, sondern ein sehr attraktiver Markt – nicht nur für Unternehmen der Internetwirtschaft“, sagt Oliver Süme. Der Vorstandsvorsitzende des Eco-Verbands beobachtet die Entstehung zahlreicher neuer Geschäftsmodelle mit großem Potenzial für lebenswerte Städte. 

Um diese Potenziale zu heben, brauche es vor allem

  • leistungsfähige und sichere digitale Infrastrukturen
  • eine klare Governance zum Umgang mit Daten
  • starke Kooperationen zwischen Unternehmen und Verwaltungen und
  • ganzheitliche Konzepte

Süme erwartet von Staat und Verwaltung, dass sie hier eine Vorreiterrolle bei der Anwendung smarter Technologien und digitaler Lösungen einnehmen: „Smart City funktioniert letztlich nur mit Smart Government“, ist sich Süme sicher.

Datenökosysteme: Grundlage erfolgreicher Smart-City-Plattformen

Kommunikations-Netze, Rechenzentren sowie Sicherheits-Infrastrukturen bilden das Fundament des Smart-City-Ökosystems. „Die europäische Cloud und Dateninfrastruktur Gaia-X dürfte sich bald schon auch für Städte und Kommunen zur wichtigen Grundlage für erfolgreiche Smart City Plattformen entwickeln“, vermutet Süme.

Deutsche versprechen sich von Digitalisierung mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Die Internetwirtschaft profitiert in den Bereichen Colocation & Housing und im Services & Applications-Bereich vom

  • anhaltenden Trend zum Outsourcing
  • dem steigenden Bedarf an zusätzlichen Datenspeicher– und Rechenleistungs-Kapazitäten sowie
  • den damit verbundenen Anforderungen an Cloudkapazitäten, Datenmanagement-Plattformen und Cybersecurity-Lösungen.

„Gerade in den zurückliegenden Monaten der Pandemie wurde deutlich, dass resiliente Infrastrukturen und Städte für unsere künftige Gesellschaft und Wirtschaft überlebenswichtig sind. Eine zentrale Grundlage für diese Resilienz sind digitale Infrastrukturen“, sagt Timo von Lepel, Geschäftsführer des regionalen Telekommunikationsanbieters NetCologne.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Smart Cities sei die digitale Souveränität. Nur damit könne eine gesellschaftliche wie wirtschaftliche Zukunft gebaut werden.

NetCologne arbeitet dafür vor allem an drei Schwerpunkten, nämlich dem Aufbau und Betrieb einer leistungsfähigen und sicheren digitalen Infrastruktur, dem Aufbau von Schlüssel-Kompetenzen und Technologien sowie dem Aufbau eines funktionsfähigen digitalen Ökosystems.

Cybersecurity ist elementarer Faktor bei der Smart City

Cybersecurity ist ein weiterer elementarer Faktor, um die Vernetzung und die Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten und vor allem vor möglichem Schaden zu bewahren. „Smart Cities müssen sicher und verlässlich vernetzt sein“, sagt Thomas Seifert, CFO des Infrastruktur- und Cybersicherheits-Unternehmens Cloudflare.

Alle Ebenen des städtischen Lebens würden in Zukunft auf dem Internet aufbauen, prognostiziert Seifert. Damit gingen Risiken in Bezug auf Sicherheit und Geschwindigkeit einher. Cybersecurity sei daher für die Vernetzung des öffentlichen Raums essenziell.

Deutsche Städte im internationalen Vergleich abgeschlagen

Trotz vielversprechender Best Practices und Leuchtturmprojekte bewegen sich viele Deutsche Städte nur langsam von vereinzelten Pilot-Projekten zum ganzheitlichen Ausbau von Segmenten und Plattformen.

Deutsche Städte würden derzeit noch nicht die Möglichkeiten nutzen, die sich am Kapitalmarkt bieten, sagt Lars Riegel, Partner bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little. „Hier gibt es zahlreiche Infrastrukturinvestoren, die gerne das Kapital in deutsche Smart Cities investieren wollen.“ (wag)

Die Studie finden Sie hier zum Download (Registrierung erforderlich).

Smart City: Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv


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