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Daimler, Traton und Volvo bauen europäisches Hochleistungs-Ladenetz für batterieelektrische schwere Lkw

Mobilität
Daimler, Traton und Volvo bauen europäisches Hochleistungs-Ladenetz für Lkw

Lkw an der Ladesäule. Daimler, Traton und Volvo kooperieren.
In Europa soll ein Hochleistungs-Ladenetz für Lkw und Busse entstehen.
Bild: chesky/stock.adobe.com
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Die Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck, Traton Group und Volvo Group wollen ein öffentliches Hochleistungs-Ladenetz für batterieelektrische schwere Fernverkehrs-Lkw und Reisebusse in Europa aufbauen und betreiben. Dazu haben die drei Unternehmen jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mit dem Ladenetz wollen die drei Parteien das Vertrauen in die Elektrifizierung stärken und einen Beitrag zu einem klimaneutralen Transportwesen in der EU leisten.

Die drei Unternehmen planen in Zukunft ein Joint Venture, das zu je gleichen Teilen gehalten werden soll. Dieses soll im Jahr 2022 seinen Betrieb aufnehmen.

Bis 2027 sollen dann mindestens 1.700 Hochleistungs-Ladepunkte in der Nähe von Autobahnen sowie an Logistik-Hubs und an Abladestellen errichtet werden. Dafür investieren die drei Unternehmen zunächst zusammen 500 Mio. Euro.

An den Ladepunkten wollen Daimler, Traton und Volvo Ökostrom verwenden. Mit weiteren Partnern und öffentlichen Fördermitteln soll dann die Zahl der Ladepunkte deutlich erhöht werden.

Die drei Parteien planen, dass das geplante Joint Venture in Amsterdam (Niederlande) eigenständig operieren wird.

Daimler, Traton und Volvo wollen Weg für Green Deal bereiten

Die EU plant für die Umsetzung des Green Deal einen klimaneutralen Güterverkehr bis 2050. Hierbei soll das zu gründende Joint Venture einen nicht unerheblichen Anteil leisten: einerseits durch die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur, andererseits durch den Fokus auf Ökostrom an den Ladepunkten.

Der Aufbau der Ladestruktur soll Lkw-Flottenbetreiber beim Übergang auf CO2-neutrale Transportlösungen unterstützen – insbesondere im schweren Fernverkehr.

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„Europas Lkw-Hersteller verfolgen das gemeinsame Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein“, sagt Martin Daum. Dafür sei es unerlässlich, „dass der Aufbau der richtigen Infrastruktur Hand in Hand mit der Einführung CO2-neutraler Lkw geht“, so der CEO von Daimler Truck weiter.

Auch Matthias Gründler, CEO der Traton Group, ist der Meinung, dass die Zukunft des Transports elektrisch ist. Deshalb müssten öffentlich zugängliche Ladepunkte schnell ausgebaut werden, „insbesondere für den schweren Fernverkehr“. 

„Die Schaffung eines europäischen Marktführers im Bereich Ladeinfrastruktur bildet die Grundlage, damit wir für unsere Kunden einen Durchbruch bei der Transformation zur Elektrifizierung erzielen können“, ergänzt Martin Lundstedt, Präsident und CEO der Volvo Group.

ACEA fordert bis 2025 15.000 Hochleistungs-Ladepunkte

In einem aktuellen Branchenbericht fordert der Verband europäischer Automobilhersteller ACEA bis spätestens 2025 bis zu 15.000 Hochleistungs-Ladepunkte, bis spätestens 2030 bis zu 50.000. Zur ACEA, der Organisation aller großen Lkw-Hersteller in Europa, zählen als Mitglieder auch Daimler Truck, Traton und Volvo. Die drei Partner wollen das Ladenetz allen Flottenbetreibern in Europa markenunabhängig zur Verfügung stellen.

Die drei Partner wollen unterschiedliche Anwendungsfälle berücksichtigen. Betreiber von Flotten mit batterieelektrischen Fahrzeugen sollen sowohl die in Europa gesetzlich vorgegebene 45-minütige Fahrerruhezeit zum Laden nutzen als auch über Nacht laden können. (wag)

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