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VW will Batteriezelltechnologie in Deutschland vorantreiben

Elektromobilität
VW will Batteriezelltechnologie in Deutschland vorantreiben

VW Batteriezelltechnologie Salzgitter
Volkswagen startet Batteriezellentwicklung und -fertigung in Salzgitter. Bild: Volkswagen
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Der Automobilkonzern Volkswagen will neue Maßstäbe bei der Entwicklung, Erprobung und Fertigung der Batteriezelltechnologie am Standort Deutschland setzen. Im niedersächsischen Salzgitter sollen bis 2023/24 mehr als 1000 Arbeitsplätze entstehen – 300 im Volkswagen-Entwicklungszentrum mit Pilotanlage, 700 in einem Joint Venture zwischen Northvolt und Volkswagen zum Aufbau und Betrieb einer Batteriezellfabrik. Mehr als eine Milliarde Euro will VW im gleichen Zeitraum in die Batteriezellaktivitäten investieren.

In Salzgitter wurde am 23. September im so genannten Center of Excellence (CoE) eine Pilotanlage zur Batteriezellenproduktion für Kleinserien eröffnet. Rund 300 Experten entwickeln und erproben am Standort innovative Fertigungsverfahren zur Produktion von Lithium-Ionen-Akkus. Mehr als 100 Millionen Euro investiert Volkswagen im ersten Schritt in die eigenen Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen, kündigt der Konzern in einer Pressemitteilung an. Im Werk in Emden sollen außerdem ab 2022 E-Autos vom Band laufen.

Hinzu kommen rund 900 Millionen Euro an Investitionsvolumen, die Volkswagen für gemeinsame Batterieaktivitäten mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt bereitstellt. Ab 2020 soll in Salzgitter eine 16-Gigawattstunden-Batteriezellfabrik entstehen. Der Start der Produktion ist für den Jahreswechsel 2023/2024 geplant. Dazu hat Volkswagen jüngst ein 50/50-Joint-Venture mit Northvolt gegründet. In diesem eigenständigen Unternehmen sollen mittelfristig 700 Arbeitsplätze entstehen.

„Meilenstein in der umfassenden E-Offensive“

„Die Zusammenführung von Entwicklung, Erprobung und Pilotfertigung der Batteriezelle in Salzgitter bildet einen weiteren Meilenstein in der umfassenden E-Offensive des Volkswagen Konzerns“, sagt der Beschaffungsvorstand von VW, Dr. Stefan Sommer. „Durch die Bündelung der Kompetenzen am Standort stellen wir sicher, dass wir die Weiterentwicklung der Batteriezellen als Schlüsselkomponente der Elektrifizierung selbst vorantreiben, neue Standards entwickeln und schnell in die Serienfertigung überführen können.“

Der Volkswagen-Konzern hat dazu das Geschäftsfeld Batteriezelle geschaffen. Hier soll – im Zusammenspiel mit Zulieferern – die Batteriezelle für den künftigen Einsatz in den E-Modellen des Konzerns weiter verbessert werden. Das Spektrum reicht von der Erhöhung der Kapazität für mehr Reichweite über die Reduzierung seltener Rohstoffe und die Optimierung nachhaltiger Fertigungsprozesse bis zum Recycling der Batteriesysteme.

Frank Blome, Leiter des CoE, erklärt: „Die heutige Inbetriebnahme der Pilotfertigung ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zum Aufbau der Gigafabrik am Standort Salzgitter. Wir werden hier in kurzer Zeit unser Wissen über die Produktionsprozesse weiter vertiefen.“ Das sei wichtig, um künftige Entwicklungen zu gestalten und so Performance, Kosten sowie Qualität zu sichern, so Frank Blome weiter. „Die gewonnenen Erfahrungen helfen auch, in Zukunft die gesamte Wertschöpfungskette von Lithium-Ionen-Batterien – von den Rohstoffen über die Produktion bis zum Recycling – zu beherrschen.“

In Salzgitter befindet sich außerdem eine Pilotanlage für das Recycling von Batterien im Aufbau. Sie soll 2020 in den Betrieb überführt werden. (wag)


Kontakt zu VW und Northvolt

Volkswagen AG
Berliner Ring 2
38440 Wolfsburg
Tel.: +49 5361 90
Fax: +49 53619 28282
Website: www.vw.de

Northvolt AB
Gamla Brogatan 26
11120 Stockholm
E-Mail: hi@northvolt.com
Website: www.northvolt.com

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