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Roboter sollen Demontage von E-Antrieben und Akkus übernehmen

Batterie-Recycling
Roboter sollen Demontage von E-Antrieben und Akkus übernehmen

Demobat Roboter
In einer neuen Demofabrik Namens "Demobat" in Baden-Württemberg sollen E-Antriebe durch Roboter demontiert und dann recycelt werden. Bild: Ivan Traimak/stock.adobe.com
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Das Recycling von elektrischen Antriebssträngen ist eine große Herausforderung. In Baden-Württemberg soll nun eine Fabrik gebaut werden, in welcher die automatisierte Demontage von elektrischen Antriebssträngen in industrieller Dimension erprobt werden soll. Die recycelten Rohstoffe sollen für den Bau neuer E-Autos und Akkus verwendet werden. 

Roboter fungieren schon seit längerer Zeit als tatkräftige Helfer bei der Pkw-Produktion. Künftig sollen sie auch von ihnen demontiert werden. „Demobat“ heißt das Projekt, in welchem 13 Projektpartner für Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft mitarbeiten. Darunter ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Automobilhersteller Mercedes-Benz und Siemens. Die Leitung des Projektes liegt beim Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt das Projekt mit 13 Millionen Euro.

„Eine robotergestützte Demontage von Batterien und Antrieben für E-Autos ist ein Meilenstein für die breite Umsetzung dieser Technologie“, sagte Franz Untersteller, Landesminister Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.  „Dieses Projekt ist einmalig in Deutschland“, fügte der Minister hinzu: „Und wenn es uns mit dem Forschungsprojekt gelingt, durch unterschiedliche, umweltschonende Verfahren Einzelteile wie Kobalt, Nickel und Graphit industriell und automatisiert wiederzuverwerten, machen wir uns nicht nur unabhängiger von Rohstoffimporten, sondern können auch die Umweltbilanz von E-Fahrzeugen deutlich verbessern. Wir schonen damit seltene Rohstoffe und bringen außerdem den deutschen Industriestandort voran.“

Andere Rohstoffe als für Verbrennerfahrzeuge notwendig

Für Antrieb und Akkus der Elektroautos werden andere Rohstoffe benötigt als bei Autos mit Verbrennungsmotor: Für die Akkus wird hauptsächlich Lithium benötigt. Hinzu kommen je nach Zusammensetzung der Kathode Kobalt, Mangan, Aluminium, Eisenphosphat und Nickel sowie Graphit für die Anode.

Die Elektromotoren benötigen Neodym und Dysprosium, zwei Metalle der Seltenen Erden. Brennstoffzellen brauchen als Katalysator das Edelmetall Platin, zudem Graphit, Titan oder Edelstahl für die Bipolarplatten.

Zwar werden die wichtigsten Rohstoffe in absehbarer Zeit nicht knapp. Viele Hersteller entwickeln aber auch Konzepte und Anlagen für das Recycling: Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen (VW) baut zusammen mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt eine Akkufabrik in Salzgitter, die auch das Recycling der Akkus miteinbezieht. Die VW-Tochter Audi und das belgische Recycling-Unternehmen Umicore etwa wollen Kobalt und Nickel aus Altakkus gewinnen und daraus neue Akkus produzieren. Darüber hinaus gibt es auch unabhängige Unternehmen, die sich auf das Akkurecycling spezialisiert haben.(ag)


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